Educat-Studie von Biotronik

Patientenaufklärung erhöht Akzeptanz von Home Monitoring

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Je mehr Vertrauen der Patient in das System hat, desto größer ist der Nutzen. Deshalb ist die Aufklärung über die Technologie ein wesentlicher Faktor
Je mehr Vertrauen der Patient in das System hat, desto größer ist der Nutzen. Deshalb ist die Aufklärung über die Technologie ein wesentlicher Faktor (Bild: Biotronik)

Biotronik, Hersteller von kardiovaskulärer Medizintechnik, gab die Ergebnisse der Educat- Studie bekannt. Diese Studie unterstreicht den Nutzen von Biotronik Home Monitoring und zeigt, dass ein besseres Patientenverständnis über die Fernnachsorgetechnologie als solche auch das Verständnis über deren klinischen Nutzen erhöht.

Ist der Patient über die Fernnachsorgetechnologie aufgeklärt und kennt die Hintergründe, kann sich das positiv auf den Therapieerfolg auswirken und gleichzeitig Verunsicherungen und Ängste der Patienten abbauen, die sie in Bezug auf ihre Herzerkrankung haben.

An der prospektiven multizentrischen Educat- Studie nahmen 571 Patienten mit einem Biotronik Lumax ICD (implantierbarer Kradioverter-Defibrillator) teil. Über einen Zeitraum von sechs Monaten wurden sie mittels Biotronik Home Monitoring betreut. Ein Monat nach Studieneinschluss füllten sie einen anonymisierten Fragebogen aus, mit dem sie die Qualität der Patientenaufklärung an der implantierenden Klinik bewerteten. Mit einem weiteren anonymisierten Fragebogen wurde nach sechs Monaten die Akzeptanz der Home Monitoring Technologie und auch das Befinden der Patienten in Bezug auf Ängstlichkeit bewertet.

Positive Wahrnehmung der Technologie

Laut der Educat-Studie ging bei den Patienten ein besseres Verständnis der Anwendung von Telemonitoring mit einer positiven Wahrnehmung der Technologie einher. Das Aufstellen des Patientengeräts (CardioMessenger), das Signale vom Implantat empfängt und an den behandelnden Arzt weiterleitet, empfanden 93 Prozent von ihnen nicht als Belastung. Die Patienten beschrieben das Gerät als unauffällig, einfach, klein und komfortabel, da es keine Bedienung ihrerseits erfordert und völlig automatisch funktioniert.

Schlussendlich zogen 98 Prozent der Patienten in Erwägung, Home Monitoring auch nach Studienende weiter zu nutzen. Dies unterstreicht die hohe Akzeptanz und wie leicht sich die Technologie in den Alltag der Patienten integrieren lässt.

Das Vetrauen des Patienten ist ein wesentlicher Faktor

„Obwohl es sich bei Home Monitoring um ein voll automatisiertes System handelt, das keine Mitwirkung des Patienten erfordert, hat unsere Studie gezeigt, dass der Nutzen des Systems umso größer ist, je mehr Vertrauen der Patient in das System hat“, erläuterte der leitende Prüfarzt Dr. Gabriel Laurent von der Universitätsklinik Bocage in Dijon, Frankreich und fährt fort: „Herzrhythmusstörungen sind nicht immer einfach zu therapieren. Viele Patienten fühlen sich unnötig großem Stress ausgesetzt,der sich wiederum negativ auf ihre Lebensqualität auswirken kann. Je besser wir ihnen das Telemonitoring-System erklären können, desto mehr wird es die Patienten daran erinnern, dass das medizinische Personal sie mit ihrer Erkrankung nicht allein lässt und sie umfassend betreut sind.“

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