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eHealth-Gesetz Patienten haben Anspruch auf Medikationsplan

| Autor: Susanne Ehneß

Seit 1. Oktober 2016 haben gesetzlich Versicherte, die gleichzeitig dauerhaft mindestens drei verordnete Arzneimittel anwenden, Anspruch auf Erstellung und Aushändigung eines Medikationsplans. Dieser Anspruch ist im eHealth-Gesetz verankert.

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Bei gleichzeitiger Einnahme von mindestens drei systemisch wirkenden Medikamenten haben Patienten nun Anspruch auf einen Medikationsplan
Bei gleichzeitiger Einnahme von mindestens drei systemisch wirkenden Medikamenten haben Patienten nun Anspruch auf einen Medikationsplan
(Bild: Pixabay)

Die Einführung eines bundeseinheitlichen Medikationsplans hat der Bundestag mit dem eHealth-Gesetz Ende 2015 beschlossen. Ziel ist es, den Patienten bei der richtigen Einnahme seiner Medikamente zu unterstützen.

Papier mit Barcode

Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung gibt es den Plan zunächst in Papierform. Auf dem Papier ist zusätzlich ein Barcode abgedruckt, der die Inhalte des Plans in digitaler Form bereitstellt. In Praxen, Apotheken und Krankenhäusern soll dieser Code „unabhängig von der jeweiligen Praxis- oder Apothekensoftware“ per Scanner erfasst werden können.

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Ab 2018 soll der Medikationsplan dann auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können. „Die elektronische Speicherung der Medikationsdaten ist für den Patienten freiwillig – Anspruch auf die Papierversion hat der Versicherte weiterhin“, heißt es.

Übersicht bewahren

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Mit dem Medikationsplan sorgen wir für mehr Therapiesicherheit bei der Einnahme von Arzneimitteln. Gerade für ältere, chronisch und mehrfach erkrankte Menschen ist das eine große Hilfe. Patientinnen und Patienten können auf einen Blick sehen, wann sie welches Arzneimittel in welcher Menge einnehmen sollen. Und der Arzt oder Apotheker weiß sofort, welche Arzneimittel der Versicherte gerade anwendet.“

Einnahmefehler oder gefährliche Wechselwirkungen würden dadurch vermieden. „Der Medikationsplan ist ein wichtiger Baustein, um den sicheren Umgang mit Arzneimitteln weiter zu verbessern“, so Gröhe.

Im Medikationsplan werden laut Bundesministerium für Gesundheit alle Arzneimittel mit Dosierungs- und Einnahmehinweisen übersichtlich und verständlich dokumentiert. Ärzte müssen Versicherte zudem über ihren Anspruch informieren und einen Medikationsplan ausstellen.

Die Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans obliegt dem Arzt, der den Patienten schwerpunktmäßig betreut. Aber auch Apotheker dürfen auf Wunsch des Patienten den Plan aktualisieren, wenn sich die Medikation ändert.

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