Unified Communications für effizientere und effektivere Behördenauftritte

Passgenau zur Prozessoptimierung beim eGovernment

22.09.2009 | Autor / Redakteur: Hadi Stiel / Gerald Viola

Dr. Jörg Fischer, Leiter für Strategische Geschäftsentwicklung bei der Enterprise Business Group von Alcatel-Lucent in Deutschland
Dr. Jörg Fischer, Leiter für Strategische Geschäftsentwicklung bei der Enterprise Business Group von Alcatel-Lucent in Deutschland

Die Wirtschaftskrise und steigende Staatsschulden senden ihre Vorboten in die Öffentliche Verwaltung voraus. Durch Steuerausfälle und mehr Schuldzinsen werden die Budgets für Bund, Länder und Kommunen niedriger ausfallen. Die Ausgaben der öffentlichen Hand zu reduzieren, parallel die Behördenauftritte zu verbessern, das wird nur über einen konsequenten IT-Einsatz möglich sein. Gefordert sind IT-Lösungen, die nachhaltig zu einer höheren Effizienz und Effektivität beitragen.

Unified Communications (UC) auf Basis konvergenter IP-Netze zählt zu diesen Lösungen. eGovernment Computing hat sich mit Dr. Jörg Fischer, Leiter für Strategische Geschäftsentwicklung bei der Enterprise Business Group von Alcatel-Lucent in Deutschland, unterhalten. Im Fokus des Gesprächs: Was kann UC zu effizienter und effektiver arbeitenden Behörden beitragen? Welche technischen und organisatorischen Weichenstellungen sollten für den Einsatz dieser Plattform getroffen werden.

Wieso passt UC so gut in den Behördenalltag?

Fischer: UC basiert auf einer integrierten, multimedialen Kommunikationsarchitektur. Darüber können Ansprechpartner, Informationen und Prozesse gezielt und schnell gesucht, aufgefunden und adressiert werden. So besehen passt UC exakt in den Behördenalltag, weil es hinsichtlich des Personaleinsatzes Zeit und Kosten einspart, parallel die Qualität der Kommunikation, des Informationsaustauschs und der Bearbeitung steigert.

Dazu müssen aber auch die technischen Rahmenbedingungen passen – oder? Die Stichworte dazu: eAdministration im Kontext von G2G (Government to Government), G2B (Government to Business) und G2C (Government to Citizen) sowie elektronische Vorgangs-bearbeitung und Akten.

Fischer: Das stimmt. UC sollte im Kontext einer grundsätzlichen IT-Modernisierung in der Öffentlichen Verwaltung gesehen werden. Viele Behörden sind bereits auf dem Weg dorthin. Diese Innovationsgeschwindigkeit wird zunehmen.

Was macht Sie so optimistisch?

Fischer: Die Impulse kommen durch Förderprogramme der Bundesregierung. Beispiele dafür sind der Pakt für Beschäftigung und Stabilität in Deutschland und die Breitband-Strategie. Der erste Topf stellt 500 Millionen Euro für ITK-Investitionen und -maßnahmen bereit. Das Fördervolumen des zweiten Topfes beläuft sich auf 150 Millionen Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes.

Dazu kommt die Initiative Deutschland-Online, ebenfalls angestoßen vom Bund. Ziel dieser Initiative: behördenintern und behördenübergreifend sowie gegenüber den Bürgern und der Wirtschaft die Potenziale des Internets auszuschöpfen. Für einen zügigen Fortschritt bürgt der neu gegründete IT-Planungsrat. Er drängt über einen konsequenten IT-Einsatz auf mehr Effizienz, Effektivität, Transparenz und Nachhaltigkeit in der Öffentlichen Verwaltung.

UC passt somit genau in diese Entwicklung.

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