Bundesdruckerei hat Komplettlösungen für Polizei, Zoll, Meldestelle, Standesamt & Ausländerbehörde

Pass- und Ausweisfälscher können jetzt elektronisch entlarvt werden

| Redakteur: Gerald Viola

Der VISOTEC Expert 600 im Einsatz
Der VISOTEC Expert 600 im Einsatz (Foto: Bundesdruckerei)

Oft stellt sich die Arbeit von Polizisten und Zollbeamten als ein Wettlauf mit Betrügern und Fälschern dar – vor allem im Bereich der Dokumentenkontrolle. Um die verlässliche Prüfung von Ausweisdokumenten zu erleichtern, kommen auch in Meldestellen, Ausländerbehörden und Standesämtern neue Geräte zum Einsatz.

Lupe, UV-Lampe und ein extrem geschulter Blick sind noch immer die wichtigsten Handwerkszeuge, wenn Polizisten und Zollfahnder die Echtheit von Dokumenten überprüfen. Doch nicht immer reicht das bewährte Instrumentarium aus, um gut gemachte Fälschungen vom Original zu unterscheiden. Allein in Hessen werden pro Jahr etwa 3.000 Dokumentenfälschungen aufgedeckt, wobei „hinter jedem gefälschten Ausweis statistisch rund 50.000 Euro Schaden stehen“.

Eine Zahl, die auch Peter Hessel, Leiter der Zentralen Ermittlungen im Polizeipräsidium Frankfurt a. M., zunehmend Sorge bereitet: „Die polizeiliche Kriminalstatistik 2011 weist für das Bundesgebiet insgesamt 68.087 Fälle von Urkundenfälschung aus. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welche Schadenssummen damit für die Öffent­liche Hand und private Unternehmen verbunden sind.“

Hessel, der seit 20 Jahren als Experte für Dokumentenprüfungen tätig ist und auch bei der Entwicklung der Sicherheitsmerkmale für den neuen deutschen Personalausweis mitgewirkt hat, enttarnt pro Jahr etwa 800 gefälschte Identitäten. Dabei erhält er zahlreiche Hinweise auf organisierte Bandenkriminalität oder Geldwäsche.

„Aber wir stellen auch zunehmend fest, dass falsche Ausweise für betrügerische Kontoeröffnungen oder Finanzkaufgeschäfte genutzt werden. Gerade für Autovermieter, Banken und Sparkassen, Mobilfunkanbieter oder große Elektronikwarenhäuser ist das ein massives Problem. Etwas anders gelagert, aber nicht minder besorgniserregend, sind Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asylverfahrens- und Freizügigkeitsgesetz sowie zahlreiche Fälle, in denen deutsche Sozialleistungsträger bewusst getäuscht werden.“

Auffälligkeiten auf einen Blick erkennen

Die Erfahrungen von Peter Hessel machen deutlich, womit auch Mitarbeiter von Meldestellen, Ausländerbehörden und Standesämtern zu kämpfen haben. Sie alle sind täglich mit Dutzenden von unterschiedlichen Dokumenten konfrontiert.

Da Deutschland eines der Hauptzielländer für Zuwanderung ist, müssen Identitätsnachweise aus aller Welt verlässlich überprüft werden, wobei nur wenige Kontrollbeamte alle Sicherheitsmerkmale der fremden Dokumente bis ins Detail kennen. Vor diesem Hintergrund hat man sich in der hessischen Stadt Offenbach schon im vergangenen Jahr für den Einsatz professioneller Dokumentenprüfgeräte entschieden.

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