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Paravirtualization | Paravirtualisierung

| Redakteur: Gerald Viola

Unter Paravirtualisierung versteht man eine erweiterte Virtualisierungstechnologie, bei der ein Gastbetriebssystem vor seiner Installation auf einer virtuellen Maschine neu kompiliert

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Unter Paravirtualisierung versteht man eine erweiterte Virtualisierungstechnologie, bei der ein Gastbetriebssystem vor seiner Installation auf einer virtuellen Maschine neu kompiliert wird. Die Paravirtualisierung ermöglicht eine Schnittstelle zur virtuellen Maschine, die sich von der zugrunde liegenden Hardware unterscheiden kann. Diese Fähigkeit reduziert den Overhead und optimiert das Systemverhalten, indem sie die Nutzung von virtuellen Maschinen unterstützt, die in einer herkömmlichen oder vollen Virtualisierung ungenutzt blieben.

Der größte Nachteil der Paravirtualisierung liegt darin, dass das Gastbetriebssystem speziell darauf ausgerichtet sein muss, auf dem Virtual Machine Monitor (VMM) aufgesetzt zu werden; VMM ist ein Wirtprogramm, das es einem einzelnen Computer erlaubt, mehrere identische Ausführungsumgebungen zu unterstützen. Durch die Paravirtualisierung jedoch muss die virtuelle Maschine keine privilegierten Befehle mehr abfangen. Traps, die dazu dienen, unerwartete bzw. unzulässige Situationen zu bewältigen, können zeitaufwendig sein und sich auch negativ auf das Verhalten der Systeme auswirken, die auf eine vollständige Virtualisierung setzen.

Die Paravirtualisierung ist die Weiterentwicklung einer Technologie, die es schon seit Jahren im IBM OS unter dem Namen VM gibt. Xen, ein Open-Source-Software Projekt, umfasst auch die Paravirtualisierung.

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