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Digitale Steuerverwaltung Papiersteuererklärungen werden digitalisiert

| Autor: Susanne Ehneß

Schleswig-Holstein hat mit der schrittweisen Einführung des Scanverfahrens zur Digitalisierung von in Papierform eingereichten Steuererklärungen begonnen.

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Steuererklärungen auf Papier werden in Schleswig-Holstein nun digitalisiert
Steuererklärungen auf Papier werden in Schleswig-Holstein nun digitalisiert
(© Fotohansel - stock.adobe.com)

Schleswig-holsteinische Papiersteuererklärungen werden künftig im Rahmen einer Verwaltungskooperation mit dem Land Baden-Württemberg im dortigen Scanzentrum in Karlsruhe gescannt. Aus dem Finanzamt Nordfriesland in Leck sowie aus der Außenstelle des Finanzamtes Nordfriesland in Husum sind bereits die ersten Transportkisten mit Papiersteuererklärungen verschickt worden.

Kooperation mit Baden-Württemberg

„Das Scanverfahren ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur digitalen Steuerverwaltung“, betont Finanzministerin Monika Heinold. „Mit dem Verfahren schaffen wir eine tragfähige Lösung für den Übergang von der analogen zur digitalen Bearbeitung.“ Bei der Kooperation mit Baden-Württemberg setze man auf vorhandene und leistungsfähige Infrastruktur, statt für einen überschaubaren Zeitraum ein eigenes Zentrum aufzubauen, das Mehrkosten verursache. „Das ist sowohl die technisch beste als auch die wirtschaftlich günstigste Lösung“, meint Heinold.

Modernisierung

Die Umsetzung des Scanverfahrens ist verbindlicher Teil eines von Bund und Ländern entwickelten Konzeptes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens. Das auf bundeseinheitlicher Software basierende Scanverfahren der Steuerverwaltung diene laut Finanzministerium der Generierung elektronischer Datensätze und ermögliche so eine vollautomatische Bearbeitung der Papiersteuererklärung. So könne eine Konzentration personeller Ressourcen auf tatsächlich prüfungsbedürftige Fälle ermöglicht werden.

Versand durch DHL

Wie das schleswig-holsteinische Finanzministerium bekannt gab, werden die Papiersteuererklärungen in den jeweiligen Finanzämtern in durch Plomben gesicherte Transportkisten verpackt und durch den Kurierdienstleister DHL verschickt. Der Versand der verplombten Transportkisten erfolge „im Rahmen der regulären DHL-Logistik auf den bestehenden Transportrouten zusammen mit dem übrigen Frachtgut“ – es soll also keine Sonderfahrten geben.

Die schrittweise Einführung des Scanverfahrens soll bis Mitte des Jahres 2019 in allen Finanzämtern des Landes abgeschlossen sein.

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