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eGovernment-Signaturprojekt für Berliner Behörden Papier wird zur elektronischen Akte

| Redakteur: Gerald Viola

In Berlin gehört Papier bald zum alten Eisen. Jetzt wurde die Massendigitalisierung der Papierbestände gestartet. Wer in Berlin ein neues Auto anmeldet oder sich breitere Felgen im Fahrzeugschein eintragen lässt, landet automatisch bei „Alpha Com“.

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Der Spezialist für Dokumentenmanagement digitalisiert das Papier sämtlicher Vorgänge in der Kfz-Zulassungsstelle Berlin, damit die Mitarbeiter dort vornehmlich digital arbeiten können. Es wurde eine Kapazität von 20 Millionen Datenseiten pro Jahr vereinbart.

Insgesamt sind rund 200 Millionen Blatt für alle Behörden in der Hauptstadt innerhalb von vier Jahren eingeplant. Den entsprechenden Rahmenvertrag hatten das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) und „Alpha Com“ bereits im Herbst 2007 abgeschlossen. Das ITDZ Berlin ist der zentrale IT-Dienstleister der Berliner Verwaltung und realisiert für die Bundeshauptstadt den Aufbau einer übergreifenden eGovernment-Suite.

Um die Vorteile der Online-Verwaltung mit der elektronischen Ablage nutzen zu können, müssen die anlogen Aktenbestände jedoch erst migriert werden. Die Kfz-Zulassungsstelle diente als Pilotprojekt, um den „Allgemeinen Dienst Massendigitalisierung“ zu konzipieren, zu testen und zu etablieren.

Er soll auch in anderen Dienststellen genutzt werden: Das Standesamt 1, die Ausländerbehörde und das Familiengericht gehören bereits dazu. Alpha Com nutzt die Signaturtechnologien des Partners AuthentiDate zum Schutz der digitalisierten Belege.

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