Entgeltsysteme

Optimistisch in die Zukunft dank digitaler Pflegeplanung

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Die private Nervenklinik Dr. Kurt Fontheim ist mit „apenio“ von atacama | Software rundum versorgt.
Die private Nervenklinik Dr. Kurt Fontheim ist mit „apenio“ von atacama | Software rundum versorgt. (Bild: atacama/Privat-Nerven-Klinik Dr. Kurt Fontheim)

Im neuen Entgeltsystem, das ab 2015 für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen gilt, wird der Erfassung von Pflegeleistungen eine weitaus höhere Bedeutung beigemessen als zuvor. Die Einrichtungen sehen sich infolgedessen mit einer entsprechenden Anpassung ihrer Dokumentation konfrontiert.

„Wir müssen dann beispielsweise detailliert Pflegetherapie-Einheiten erfassen, differenziert nach Einzel- und Gruppentherapien, aber auch Kriseninterventionsleistungen und den Umfang der Basispflege“, erläutert Georg Schnieders, Pflegedirektor der Privat-Nerven-Klinik Dr. Kurt Fontheim. „In unserem Hause kommt hinzu, dass wir in der Bezugspflege arbeiten, aber auch unterstützende Pflegekräfte und Servicekräfte beschäftigen. Deren Leistungen müssen sehr genau dokumentiert werden. Das lässt sich in Papierform nur schwer realisieren.“

Mit „apenio“ ist aber auch eine weitere Änderung verbunden. Je länger ein Patient in der Klinik behandelt wird, desto geringer wird die Vergütung sein. Das heißt, eine Klinik muss ihre Prozesse verdichten und in der Leistungserbringung schneller werden, um die Verweildauer zu verkürzen.

Gefragt ist pflegefachliche Substanz

Um das zu erreichen, hat die Privat-Nerven-Klinik Mitte 2013 die digitale Pflegeplanung und -dokumentation apenio des Bremer IT-Dienstleisters und Pflegespezialisten „atacama | Software GmbH“ eingeführt. „Wir wollten kein leeres System, sondern pflegefachliche Substanz“, nennt Martin Fähland, Pflegerische Leitung im Gerontopsychiatrischen Zentrum und EDV-Pflegebeauftragter, den maßgeblichen Grund für die Entscheidung. Das leistet apenio mit seiner Fachsprache sowie der Integration aktueller evidenter Fachkataloge wie ICNP und POP.

Zeitersparnis und Qualitätsgewinn

Die Vorteile der Lösung zeigen sich besonders auf den Akutstationen im allgemein-psychiatrischen

Georg Schnieders, Pflegedirektor in der Privat-Nerven-Klinik Dr. med. Kurt Fontheim
Georg Schnieders, Pflegedirektor in der Privat-Nerven-Klinik Dr. med. Kurt Fontheim (Bild: privat)

Bereich. Chronisch erkrankte Patienten, die regelmäßig in Krisen geraten, werden hier relativ häufig stationär aufgenommen. „Dort können Pflegende sich dann in apenio schnell einen Überblick über die vorherigen Aufenthalte verschaffen und Rückschlüsse für die Behandlung gewinnen. Über die Papierakte war das sehr viel zeitintensiver“, so Schnieders. Überhaupt sparen die Pflegekräfte Zeit und die Pflege der Patienten gewinnt an Qualität.

Komplette Übersicht auf Knopfdruck ...

Auch in seiner Funktion als Pflegemanager sieht sich Schnieders durch die Software bestens unterstützt: „Ich bekomme auf Knopfdruck eine komplette Übersicht zu einzelnen Patienten und kann das Pflegegeschehen auf den Stationen einfach besser nachvollziehen. Individuelle Reports direkt aus der Pflegedokumentation nutze ich gezielt als Mittel zur Unternehmenssteuerung.“ Die umfassende elektronische Dokumentation unterstützt die Klinik auch bei externen Fallprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen.

... und für die Zukunft gut gerüstet

„Für das neue Entgeltsystem sehe ich uns gut gerüstet“, resümiert Schnieders und geht weiter davon aus, dass die Privat-Nerven Klinik die Planung und Dokumentation so optimieren kann, dass trotz des größeren Drucks letztendlich sogar mehr Zeit für die Patienten bleibt.

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