Verwaltungsmodernisierung mit Methode

Optimale Verknüpfung von Wirtschaft und Verwaltung

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Die Ergebnisse im Überblick

Bei ihrer Analyse stellten die Fraunhofer-Forscher zunächst die Inhalte und Zwecke der Meldepflicht auf den Prüfstand, um so eine Abgrenzung zu anderen Government-to-Business-Prozessen und einen Überblick über die in diesem Zusammenhang relevanten eGovernment-Projekte zu schaffen. Die Zusammenstellung berücksichtigt auch Lösungen und einschlägige innovative Ansätze im Ausland.

Hinzu kommen eine ganze Reihe empirischer Untersuchungsergebnisse. Dazu wurde durch die Befragung von Meldepflichtigen und Meldeempfänger ermittelt, welche Menge von optimierungswürdigen Melde- und Informationspflichten es gibt. Abgefragt wurde auch eine Beschreibungen des Ist-Zustands der Prozessketten sowie Ansatzpunkte für die IT-gestützte Optimierung und wie eine gelungene Prozessketten aussehen müssten.

Auf der Grundlage dieser Daten ermittelten die Forscher folgende Klassen von besonders wichtigen Vorgängen im Bereich der Informations- und Meldepflichten:

  • Meldungen an Sozialversicherungsträger,
  • Meldungen an die Berufsgenossenschaft und
  • Statistikmeldungen.

Im Rahmen der empirischen Erhebung wurden nun Ansatzpunkte für eine Optimierung aus Sicht der Meldepflichtigen und Meldeempfänger identifiziert.

Auf Basis der so gewonnen Erkenntnisse wurde ein Lösungsvorschlag für die IT-gestützte Optimierung von Informations- und Meldepflichten für Arbeitgeber entwickelt. Dessen Zielsetzung beschreiben die Autoren so: „Der Vorschlag zielt nicht auf die elektronische Umsetzung einer einzelnen Meldepflicht, sondern auf die Konzeption eines generischen Ansatzes, dessen Wirkung und Nutzenpotenzial mit der Anzahl der umgesetzten Meldepflichten skaliert. Der Lösungsvorschlag wurde aus den unterschiedlichen Perspektiven (IT-Sicherheit, Recht und Wirtschaftlichkeit) bewertet. Es wurden ferner mögliche Betreiber- und Geschäftsmodelle skizziert sowie im Rahmen eines Change Managements zu berücksichtigende Risiken und erfolgskritische Faktoren identifiziert und mögliche Maßnahmen vorgeschlagen.“

Für die Umsetzung des Lösungsvorschlags entwickelten die Fraunhofer-Institute ein Gesamtkonzept, das sowohl kurz-, mittel- und langfristige Aspekte einer solchen Prozessoptimierung berücksichtigte.

Die Umsetzungsempfehlungen beinhalten auch ein Vorgehensmodell für die Umsetzung des Gesamtkonzepts, einen Projektvorschlag für eine Pilotierung des Lösungsvorschlags im Anschluss an die Machbarkeitsstudie sowie konkrete Einzelempfehlungen für die weiteren Realisierungsarbeiten.

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