Medizintechnik in der Entwicklung

Operationen mit neuer Software besser planbar

| Redakteur: Ann-Marie Struck

Eine neue Software macht Schlüsselloch-Operationen besser planbar
Eine neue Software macht Schlüsselloch-Operationen besser planbar (© idw)

Eine Blinddarmentfernung ist heutzutage meist ein kleinerer Eingriff. Jedoch müssen solche Schlüsselloch-Operationen im Vorfeld gut geplant werden. Eine neue Software kann Ärzten zukünftig helfen, sich besser auf solche Operationen vorzubereiten.

Schlüsselloch-Operationen, um beispielsweise einen Tumor im Gehirn entfernen, sind minimalinvasive Eingriffe, bei denen oftmals ein kleines Loch, durch das eine Sonde mit Kamera und Operationsbesteck eingeführt wird, ausreicht. Für die Planung einer solchen Operationen nutzen Ärzte verschiedenste bildgebende Verfahren wie von Magnetresonanztomografien (MRT) oder Computertomografien. Mit Hilfe dieser sollen der optimale Weg zur betroffenen Stelle vorab ermittelt werden. Dies ist nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern trotz der Bilder schwer nachvollziehbar, in welchen Gewebsschichten ein geeigneter Operationskanal wäre.

Dr. Christina Gillmann von der Technische Universität Kaiserslautern (TUK) und ihr Team entwickeln ein Computerprogramm, dass die einzelnen Gewebsschichten anzeigen, die von einem Operationskanal betroffen sind. Dadurch können verschiedene Kanäle schneller und leichter miteinander verglichen werden und die Operation hinsichtlich möglicher Risiken und Komplikationen besser geplant werden.

Datengrundlage des Verfahrens bilden verschiedene medizinische Bilder, die durch ihre eigenen Rechenverfahren neu ausgewertet wurden. Die einzelnen Gewebeschichten können nun visuell voneinander getrennt dargestellt werden, wodurch einfacher zu erkennen ist, an welchen Stellen ein Operationskanal verlaufen soll.

Die Software befindet sich noch in der Entwicklung und wird erst in ein paar Jahren zum Einsatz kommen.

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