eGovernment Summit 2012

Open Government und Mobile Government in der Diskussion

| Redakteur: Gerald Viola

eGovernment Summit 2012: Von Open Data zu Big Data - Grenzenloses eGovernment
eGovernment Summit 2012: Von Open Data zu Big Data - Grenzenloses eGovernment (Foto: Gerald Viola)

Zum fünften Mal trafen sich Spitzenvertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und der Wirtschaft im ehemaligen Gästehaus der Bundesregierung auf dem Bonner Petersberg. Open Government und Mobile Government stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung der eGovernment Computing Akademie.

Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe (die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik) und Schirmherrin des eGovernment Summit formulierte in ihrem Grußwort: „Der besondere Fokus des eGovernment Summit 2012 liegt auf Open Government. Transparenz, Partizipation und Kooperation sind die Bereiche, in denen wir das Handeln des Bundes und der Länder enger aufeinander abstimmen wollen. So schaffen wir eine bessere Einbindung der Bürger in die Prozesse der Verwaltung auf allen Ebenen.

In engem Zusammenhang damit steht das Thema Mobile Government, das am zweiten Tag des eGovernment Summit auf der Agenda steht. Durch die Verknüpfung von offenen Daten mit kreativen Softwarelösungen für mobile Endgeräte entsteht ein ganz neuer Bereich, den die Verwaltung für bürgerorientierte Dienste nutzen kann – wir möchten hier ganz aktiv die Herausbildung einer jungen Entwicklercommunity fördern. In diesem Bereich gibt es ein enormes Potenzial für unternehmerische Wertschöpfung; gerade auch mit Blick auf die Kreativität dieser jungen Community.

Schließlich müssen aber bei dem Potenzial, das sich durch technische Innovationen ergibt, auch die Folgen für das gesellschaftliche Miteinander und die Bedeutung der internationalen Vernetzung bedacht werden. Das Thema europäische Interoperabilität und Kooperation ist eine Herausforderung, der wir uns gemeinsam in Bund und Ländern weiter stellen müssen.“

Martin Schallbruch, IT-Beauftragter und IT-Direktor im Bundesministerium des Innern hielt den Eröffnungsvortrag „eGovernment: Status Quo & Perspektiven“. „Jahresbilanz der Digitalen Agenda – hilft eGovernment angeschlagenen Volkswirtschaften aus der Krise?“ lautete das Thema des Impulsvortrags von MdEP Axel Voss.

Weitere Themen:

  • „Open Government Collaboration – Offene Formen der Zusammenarbeit beim Regieren und Verwalten“ (Prof. Dr. Jörn von Lucke),
  • „Liquid Friesland – wie gehen wir mit den neuen Formen der Bürgerbeteiligung um?“ (Landrat Sven Ambrosy),
  • „Passungsorientierte Personalgewinnung mit Internet-Tools – eine weitgehend ungenutzte Chance für den Öffentlichen Dienst“ (Prof. Dr. Heinrich Wottawa) und die
  • Podiumsdiskussion „Junge Wilde gegen konservative Bewahrer – Passen die digitalen Lebenswelten noch zusammen?“ mit Marian Steinbach (Offenes Köln), Sebastian Pertsch (Journalist und Gründer von www.traxy.de.), Simon Hastreiter (Schülersprecher), Daniel Lentfer (Hamburger Transparenzgesetz), Michele Marsching (Piraten Partei).

Die Veranstaltung wird morgen fortgeführt. Ein Höhepunkt wird zum Abschluss die Verleihung des eGovernment Leadership Awards und des eGovernment Kommunikations Award durch die Redaktion der eGovernment Computing.

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