Experten blicken für eGovernment Computing in die Zukunft

Open Data krempelt eGovernment um

03.02.2011 | Redakteur: Manfred Klein

Die Bürger verlangen den Umbau von eGovernment
Die Bürger verlangen den Umbau von eGovernment

Sicheres und intuitives One-Stop-Government

Einen ganz anderen Schwerpunkt bei den künftigen eGovernment-Entwicklungen setzt Hubert Geml, bei Siemens IT Solutions and Services verantwortlich für Sicherheitslösungen im Geschäftsbereich Public Sector.

„Ob elektronische Steuererklärung, digitaler Umzugsdienst oder Online-Bürgerportale – die Erwartungen der Verwaltungskunden an eGovernment-Services sind hoch. Übersichtlich sollen sie sein, stets verfügbar, schnell, intuitiv und vor allem sicher“, fasst Geml die berechtigen Ansprüche der Bürger zusammen. Schließlich geht es um vertrauliche Daten, die genau das auch bleiben sollen.

Daher gilt, so Geml: „Je schneller die Schar der Online-Services der Öffentlichen Verwaltung wächst, desto mehr sind umfassende Sicherheitskonzepte und adäquate Security-Lösungen gefragt. Trotz oder gerade wegen gekappter IT-Budgets wird IT-Sicherheit deshalb 2011 für Behörden zum entscheidenden Thema und gleichzeitig zur größten Herausforderung.“

Die Notwendigkeit einer solchen Strategie begründet Geml damit: „Weniger Bürokratie und mehr Bürgerorientierung, so lauten die Ziele der nationalen eGovernment-Strategie der Bundesregierung. Deshalb werden die elektronischen Dienste für Bürger in einheitlichen Anlaufstellen benutzerfreundlich gebündelt und die Arbeitsabläufe dahinter standardisiert. Dieses One-Stop-Government-Konzept erfordert höchste Sicherheit an jeder Stelle der Prozesskette. Sensible Daten müssen zum einen auf den Kommunikationswegen zwischen Behörden und Bürgern gegen nicht berechtigte Zugriffe geschützt werden, zum anderen auch beim Datenmanagement innerhalb der verarbeitenden Stellen selbst.“

Vor einer weiteren Herausforderung stehe der Öffentliche Sektor durch die immer weiter voranschreitende Vernetzung der Infrastrukturen unterschiedlicher Behörden. „Erst 2009 wurde der Artikel 91c des Grundgesetzes dahin gehend geändert, dass Bund und Länder bei Planung, Errichtung und Betrieb ihrer IT-Systeme zusammenwirken können“, so Geml.

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Von eGovernment zu weGovernment

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posted am 14.06.2011 um 20:51 von Unregistriert


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