Experten blicken für eGovernment Computing in die Zukunft

Open Data krempelt eGovernment um

03.02.2011 | Redakteur: Manfred Klein

Die Bürger verlangen den Umbau von eGovernment
Die Bürger verlangen den Umbau von eGovernment

Where did my tax go?

„Der Staat soll keine Blackbox mehr sein. Das erfordert einen Kulturwandel, denn Transparenz ist keine Frage der Technik, sondern der Einstellung. Bisher galt: Wissen ist Macht. Nun gilt: Teile dein Wissen. Und verschließe dich nicht vor der Beteiligung anderer.“

Umzukehren sei diese Entwicklung wohl nicht mehr, habe die Forderung nach mehr Transparenz mit der Open-Government-Bewegung nicht nur in den USA an Zugkraft gewonnen. Als Barack Obama Anfang 2009 ins Weiße Haus eingezogen sei, habe er den Staat noch am Tage seiner Amtseinführung auf Open Government eingeschworen. Die Folge dieser neuen Strategie sei ein Open-Data-Ansatz gewesen: Informationen der Behörden wurden in maschinenlesbarer Form im Internet veröffentlicht. Das daraus resultierende Portal www.data.gov habe Nachahmer auf staatlicher und kommunaler Ebene gefunden, in Großbritannien und Kanada zum Beispiel. In Deutschland habe der Bund 2010 ebenfalls ein Zeichen gesetzt und Open Government in das Regierungsprogramm ‚Vernetzte und transparente Verwaltung‘ aufgenommen.

„Viele staatliche Informationen sind zwar schon jetzt im Internet. Doch diese Daten sind selbst für Internet-Profis nicht immer leicht zu finden, geschweige denn einprägsam zu verstehen. Open Data könnte das ändern: Die Daten, meist im Rohformat ins Netz gestellt, werden von Nutzern aufbereitet, also „veredelt“, gegebenenfalls durch innovative Software-Anwendungen („Apps“). Aus wenig leserfreundlichen Daten werden so webbasierende Informationen, die Sachverhalte greifbar machen: zum Beispiel so etwas Kompliziertes wie öffentliche Haushalte“, so Kammer. Der internetbasierende Rechner „Where did my tax go?“ – „Wo fließt meine Steuer hin?“ – sei ein erstes Beispiel für eine derartige Anwendung, die in Großbritannien entstanden ist.

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