Politik zwingt Öffentliche Verwaltung zur Transparenz

Open Data Government in Neuseeland

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Open Data Government in rund drei Jahren auf die Beine gestellt

In dem Whitepaper „Plädoyer für eine Open-Government-Offensive in Deutschland“ (eGovernment Computing berichtete) hat BearingPoint auch die Entwicklung in Neuseeland beleuchtet und Bemerkenswertes in der Öffentlichen Verwaltung zutage gefördert. Dort spielten die Behörden eine Vorreiterrolle:

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„Auch in Neuseeland gibt es sowohl zivilgesellschaftliches als auch staatliches Engagement im Bereich Open Government. Im Juli 2009 wurde der nichtstaatliche Blog „Open New Zealand“ mit Newsdienst und Wiki eingerichtet. Der Blog unterstützt unter anderem einen Open-Data-Katalog, der Informationen über alle frei verfügbaren Daten zentral bereitstellt. Um hinter dieser zivilgesellschaftlichen Initiative nicht zurückzustehen, kündigte die Neuseeländische Regierung die Veröffentlichung eines eigenen Open-Data-Katalogs an.

Positive Impulse aus der Politik beschleunigen Open Data

Im August 2009 veröffentlichte und diskutierte die Regierung den Entwurf „Government Open Access and Licensing Framework” online. Inhaltliche Eckpunkte des Papiers sind Urheberrecht und Creative Commons in Zusammenhang mit Open Data, Kollaboration und die Rolle von Open Source. Einige Behörden veröffentlichten daraufhin erste Daten in Eigeninitiative.“

Zudem gab es sehr früh Unterstützung für Open Data Government in Neuseeland durch die Politik. Finanzminister Bill English sagte bereits 2009: Ich sehe keinen Grund, warum wir die Regierung nicht umkrempeln können. Das heißt, wir machen dieselben Daten und Informationen, die die Regierung hat, auch Gruppen und Bürgern außerhalb von Regierung und Verwaltung zugänglich.

Und Minister Maurice Williamson unterstrich: Wir wussten schon immer, dass Geoinformationen für unsere Wirtschaft maßgeblich sind. Jetzt haben wir belastbare Daten, die gesichert werden müssen. Eine der wichtigsten Herausforderungen ist dabei, der freie Zugang zu diesen Daten, sodass größere Produktivitätsgewinne erreicht werden können.

Der kleine Schritt zu Open Data Government total

Berührungsängste zwischen Bürgern, Öffentlichen Verwaltungen und Politik in Sachen Open Data gibt es in Neuseeland also offensichtlich nicht. 2010 wurde von der Regierung die entsprechende Roadmap veröffentlicht – unter dem klaren Motto: „Trendsetter für geringere Kosten und höhere Qualität öffentlicher Leistungen“.

Von diesem Schritt bis hin zur Verpflichtung der Behörden auf Open Data Government total bedurfte es in Neuseeland offenbar nur eines kleinen Schritts.

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