Politik zwingt Öffentliche Verwaltung zur Transparenz

Open Data Government in Neuseeland

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„Maerker Brandenburg“ heißt in Neuseeland „FixMyStreet NZ“

Die Interaktionen zwischen Bürgern und den Öffentlichen Verwaltungen will in Neuseeland das Wiki Open.org.nz mit vorhandenen Web-Technologien verbessern. Mitmachen kann jeder. Die Grundvoraussetzungen für das Wiki werden dabei wie folgt definiert:

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  • Die Regierung kann informieren, beraten und durch das Internet bessere Dienstleistungen für den Bürger erbringen.
  • Die Bürger wiederum können die Dienste nutzen, prüfen und dazu beitragen die Bürgerservices zu verbessern.
  • Regierungen und Verwaltungen können besser zusammenarbeiten und Reibungsverluste mindern.
  • Bürgergruppen können direkt zusammenarbeiten und die Notwendigkeit von staatlichen Leistungen verringern.

Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedingungen verbessern

Die Wege, die das Wiki einschlagen will, sind klar definiert:

  • Führung und Sprachrohr der Open-Data-Bewegung sein,
  • Begriffe definieren und Inhalte in die Netzwerke bringen,
  • Apps verwalten und hosten.

Und ebenso klar werden die Ziele kommuniziert:

  • Die Wünsche der Bürger sollen klar und unmissverständlich gegenüber Verwaltung und Administration kommuniziert werden.
  • Dadurch sollen für die Bürger wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedingungen verbessert werden.
  • Die Arbeit der Öffentlichen Verwaltungen und der Politik soll dadurch effizienter und transparenter werden.

„Wir haben da ein Problem!“

Das Wiki stellt selbst verschiedene Informationen und Apps bereit: Beispielsweise den Service „FixMyStreet NZ“, der die gleichen Möglichkeiten bietet und die gleichen Ziele verfolgt, wie „Maerker Brandenburg“: „Maerker ist der Dienst, mit dem Brandenburgerinnen und Brandenburger ihrer Kommune bei der Aufgabenerfüllung helfen. Hier können Sie auf einfachem Weg Ihrer Kommune mitteilen, wo es ein Infrastrukturproblem gibt: Schlaglöcher zum Beispiel oder wilde Deponien, unnötige Barrieren für ältere oder behinderte Menschen.“

Unterschied: In Neuseeland werden Service und App nicht von der Verwaltung bereitgestellt, sondern von der Bürgerinitiative Open New Zealand Project.

Wo bleibt eigentlich mein Bus?

Ein weiteres Beispiel für die frühe Open-Data-Entwicklung in Neuseeland zeigt die iPhone-App einer lokalen Gruppe aus dem Jahr 2008, die MetroInfo. Die App aus Christchurch zeigte bereits vor drei Jahren den Fahrgästen, wo sich „ihr“ Bus gerade befindet und wann er an „ihrer“ Haltestelle eintreffen wird. Ein Projekte, das derzeit in ähnlicher Form von der Deutschen Bahn bei der S-Bahn in München im Testlauf ist.

Und die Freigabe der Verkehrskameras für mobile Devices, mit der Österreich im vergangenen Monat punktete, gibt es in Neuseeland längst ebenfalls kostenlos als TrafficCamNZ.

Auf diese und weitere Projekte verweist das Wiki in der Abteilung „Open Data Stories“. Hier stellen die Neuseeländer auch weitere internationale Open-Data-Seiten aus den USA, Großbritannien, Australien und Kanada vor.

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