Politik zwingt Öffentliche Verwaltung zur Transparenz

Open Data Government in Neuseeland

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Selbstbedienung im Daten-Supermarkt

Im Portal data.govt.nz hatten die Neuseeländer vor diesem Kabinettsbeschluss bereits Zugriff auf mehr als 1.600 nicht-personenbezogene Datensätze der Regierung.

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Der Leitgedanke: „Die Website konzentriert sich auf maschinenlesbare, also gut strukturierte und offene Datensätze.“ Es sei darüber hinaus klar, dass es sogenannte „graue“ Daten (zum Beispiel Webseiten) gebe, die auch von Entwicklern und andere Interessenten genutzt würden. Deshalb „arbeiten wir mit Agenturen zusammen, um die Datenformatierung zu verbessern.“

Open Data gibt es in nahezu allen Bereichen

Die öffentlich zugänglichen Datensätze gliedern sich in folgende Kategorien:

  • Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei,
  • Kunst und Kultur,
  • Gebäude, Bau- und Wohnungswesen,
  • Gewerbe, Handel und Industrie,
  • Bildung,
  • Beschäftigung,
  • Energie,
  • Umwelt- und Naturschutz,
  • Finanzen, Steuer- und Wirtschaftswissenschaften,
  • Gesundheit,
  • Infrastruktur,
  • Justiz,
  • Liegenschaften,
  • lokale und regionale Gebietskörperschaften,
  • Maori und Polynesien,
  • Migration,
  • Bevölkerung und Gesellschaft,
  • Wissenschaft und Forschung,
  • staatliche Leistungen,
  • Tourismus und
  • Transport.

Und die Regierung unterstützt das aktiv mit einem „Mashups“-Wettbewerb. Unter diesem Web-2.0-Begriff versteht man, dass Texte, Daten, Bilder, Töne oder Videos collagenartig neu kombiniert werden. Dabei nutzen die Mashups offene Programmierschnittstellen (APIs).

Beim Wettbewerb sucht die Regierung nicht nur Programmierer, die neue Apps zur Verfügung stellen, sondern bezieht auch Bürger ein, die eine Idee beisteuern, die wiederum von IT-Experten programmiert werden kann.

Ein paar Beispiele

  • Parks und Spielplätze für Kinder – wo sind sie, welche Ausrüstung haben sie, wie sehen sie aus? Eine App für Eltern, realisiert mit Flickr, den lokalen Parkdaten der Verwaltung und kommerziellen Websites.
  • Der Spendenprüfer: Eine Website oder eine mobile App mit dem Verzeichnis der Wohlfahrtsorganisationen. Verwendung: wenn ein Bürger wegen Spenden unterwegs oder an der Haustür angesprochen wird.
  • TripIt & Traffic: Eine App, die Fluggäste per SMS alarmiert, wenn auf dem Weg zum Flughafen Verkehrsstörungen auftreten, die eine frühere Abfahrt notwendig machen.
  • Freier Parkplatz: Immer mehr Städte in Neuseeland erheben in Echtzeit Daten von Parkplätzen. Wenn diese Daten zur Verfügung gestellt werden, könnte man per mobiler App Autofahrer zu freien Parkplätzen lotsen.

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