Politik zwingt Öffentliche Verwaltung zur Transparenz

Open Data Government in Neuseeland

07.09.2011 | Autor / Redakteur: Gerald Viola, eGovernment Computing / Gerald Viola

Regierungsgebäude „Beehive“ in Wellington
Regierungsgebäude „Beehive“ in Wellington

Neuseeland gilt bei den Experten schon lange als führende Nation im Bereich Open Data und Open Government. Die Bürger haben bereits heute Zugriff auf über 1.600 Datensätze der Öffentlichen Verwaltung. Doch jetzt hat die Regierung in Wellington noch eins draufgesetzt.

Das neuseeländische Kabinett hat das Programm „Open Government Data and Information“ mit der „Erklärung für eine offene und transparente Regierung“ (Declaration on Open and Transparent Government) erweitert. Damit werden die öffentlichen Stellen verpflichtet, ihre Daten leicht zugänglich zu machen - möglichst kostenlos und ohne Einschränkungen bei der Nutzung.

Open Data für Wirtschaftswachstum und Umweltschutz

Während deutsche Behörden teilweise noch auf der exklusiven Nutzung „ihrer“ Daten bestehen, stellen die Politiker in Wellington fest:

„Die Regierung erhebt die Daten im Auftrag der neuseeländischen Öffentlichkeit. Wir veröffentlichen sie, damit Unternehmen und Öffentliche Verwaltung mit diesen Daten dazu beitragen,

  • Wirtschaftswachstum zu ermöglichen,
  • das soziale und kulturelle Gefüge unserer Gesellschaft zu stärken,
  • nachhaltig zum Umweltschutz beizutragen und
  • um wirtschaftliches und soziales Engagement bei staatlichen Entscheidungsprozessen zu fördern.“

Der Steuerzahler hat die Datensammlung finanziert

Des Weiteren soll durch Open Data Government erreicht werden, dass die Öffentliche Verwaltung durch die Beteiligung der Bürger und der Unternehmen ihre Dienstleistungen besser auf die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kunden zuschneiden kann. Politische und wirtschaftliche Initiativen könnten in der Zusammenarbeit von zentralen, regionalen und lokalen Behörden besser aufeinander abgestimmt werden.

Das Kabinett weiter: „Durch die aktive Freigabe der vom Steuerzahler finanzierten Daten unterstützen wir Bildungs-, Forschungs- und wissenschaftliche Einrichtungen sowie die Öffentlichkeit, um auf der Basis vorhandener Daten neues Wissen zu erlangen und einzusetzen.“

Und dafür gibt es schon seit Langem einen regelrechten Daten-Supermarkt.

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