Das Gold des digitalen Zeitalters

Open Data bringt Berlin zwischen 22 und 50 Millionen Euro

| Redakteur: Manfred Klein

20 bis 50 Millionen Euro könnte das Land Berlin mit Open Data sparen
20 bis 50 Millionen Euro könnte das Land Berlin mit Open Data sparen (Foto: AA+W - Fotolia.com)

Open Data und Open Government sind ein wesentlicher Bestandteil von ePartizipation, entwicklen sich aber auch immer mehr zu überzeugenden Geschäftsmodellen. Die Technologiestiftung Berlin hat deshalb den wirtschaftlichen Nutzen von Open Data für Berlin auf den Prüfstand gestellt und ein Potenzial von bis zu 50 Millionen Euro identifiziert.

Daten und Informationen sind nach der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes, das Gold des digitalen Zeitalters. Die Studie der Technologiestiftung Berlin mit dem Titel Nutzen und Wertschöpfung durch Open Data für Berlin geht der Frage nach, wie hoch der Wert von Open Data für Berlin ist beziehungsweise welches volkswirtschaftliche Nutzenpotenzial darin steckt.

Berlin hat sich schon frühzeitig zu Open Data bekannt und entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fraunhofer FOKUS) und der Berlin Online Stadtportal GmbH das erste Datenportal einer deutschen Stadt (daten.berlin.de), welches am 14. September 2011 den Pilotbetrieb aufnahm und am 13. Juni 2013 in den Regelbetrieb überging.

Auch auf politischer Ebene hat sich Berlin zu Open Data bekannt. So ist im Koalitionsvertrag von 2011 verankert, dass „die Koalition die Open-Data-Initiative des Landes fortsetzen“ wird und sie „zur Förderung von Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit ausgebaut“ wird.

Die Untersuchung der Technologiestiftung Berlin geht der Frage nach dem (volkswirtschaftlichen) Nutzen von Open Data nach. Dabei wird ein Ansatz verfolgt, den Wert von Open Data für Berlin quantifizierbar zu machen.

Da der volkswirtschaftliche Nutzen von Open Data bisher wenig durch allgemein anerkannte Schätzverfahren unterlegt ist und es an empirisch fundierten Daten mangelt, stellt auch das Ergebnis nur einen Schätzwert für das Potenzial von Open Data dar.

Um eine präziser Einschätzung des zu erwartenden volkswirtschaftlichen Nutzens treffen zu können, entwickelten die Autoren einen auf Multiplikatoren basierender Ansatz.

Dieser setzt sich zusammen aus dem Basisnutzen, einem Kostenmultiplikator, der Preiselastizität der Nachfrage sowie einem direkten und einem indirekten Nutzenmultiplikator. Im Resultat ergibt sich unter Berücksichtigung ein Schätzwert für den Nutzen von Open Data für Berlin der zwischen 22 Millioenen und 54 Millionen Euro pro Jahr je nach gewähltem Szenario liegt.

Die Studie analysiert jedoch nicht nur Nutzen von Open Data, sie untersucht auch wie sich Open Data von ähnlichen Begriffen abgrenzen.

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