Landkreis Harburg setzt auf eLearning

Online-Kurse für IT-Mitarbeiter schonen Zeitbudgets

| Autor / Redakteur: Jens Gieseler / Susanne Ehneß

Außerhalb des Büros können die Mitarbeiter ungestört ihre Aufgaben abarbeiten
Außerhalb des Büros können die Mitarbeiter ungestört ihre Aufgaben abarbeiten (Bild: Iakov Kalinin - Fotolia.com)

Software-Programme werden ständig aktualisiert, und laufend kommen neue Versionen auf den Markt. Damit IT-Mitarbeiter in der Verwaltung damit Schritt halten, können sie sich zeit- und ortsunabhängig durch eLearning weiterbilden. Vorteil: Der Arbeitsrhythmus wird dadurch kaum gestört.

Etwa 250.000 Einwohner hat der Landkreis Harburg in Niedersachsen. Anträge und Formulare rund ums Auto, für soziale Hilfsangebote, die Abfallbeseitigung, das Bauen, den Naturschutz und vieles mehr erhalten die Bürger bei der Öffentlichen Verwaltung. Gemeinsam mit den Rathäusern der Region sorgen die Verwaltungsmitarbeiter dafür, dass das öffentliche Leben reibungslos funktioniert.

Rund 1.300 EDV-Arbeitsplätze werden dabei ganz oder teilweise von der IT des Landkreises betreut. Denn heute können die Beamten jeden Verwaltungsvorgang elektronisch bearbeiten. Egal, ob neue Schülerkarte für den Nahverkehr oder ein Antrag auf Elterngeld, alle Formulare sind vom Rechner gestützt.

Kontinuierliche Arbeit

Im Umkehrschluss bedeutet das: Streiken Computer oder Server, können die Mitarbeiter der öffentlichen Einrichtung den Bürgerservice nur sehr eingeschränkt anbieten. Lange Menschenschlangen wären die Folge. Kein Wunder also, dass die sechs System- und Netzwerkadministratoren der IT-Abteilung des Landkreises Harburg alles dafür tun, dass Hard- und Software möglichst rund um die Uhr einwandfrei funktionieren.

„Wir setzen im Wesentlichen auf Betriebssysteme von Microsoft“, sagt Mike Wille. Der IT-Leiter der Kreisverwaltung ist dafür verantwortlich, dass seine Leute die MS-Landschaft beherrschen und mögliche Ausfälle oder Fehler schnell beheben können. Und weil die Software im regelmäßigen Rhythmus aktualisiert wird oder neue Versionen auf den Markt kommen, geht den Informatikern und Verwaltungsmitarbeitern die Arbeit nicht aus.

„Pro Jahr können wir ein, maximal zwei Großprojekte stemmen“, sagt Wille, der seit 30 Jahren beim Landkreis arbeitet – 21 davon in der IT. Das letzte Projekt war die Umstellung auf Windows Server 2008 und Exchange Server 2010. Mehrere Monate bereiteten der 49-Jährige und sein Team die Serverlandschaft darauf vor.

Virtuelle Schulungen

Damit die Umstellung ohne große Reibungsverluste klappt, schulten sich die sechs Kollegen zwischen zwei bis vier Wochen fast täglich virtuell. Statt wie noch vor zwei Jahren bis zu fünf Tage in einem Seminar das Know-how zu erlernen, nutzen die EDV-Experten inzwischen die „IT Courseware Collection“ von Skillsoft. Zum IT-Paket gehört eine Kurssammlung, mit der alle gängigen Microsoft-Produkte geschult werden. Ideal sei hier, dass nach einem virtuellen Seminar, das Mitarbeiter ansehen, anklicken, lesen und hören können, ein Test stattfände. „Wer ihn besteht, erhält ein Zertifikat und kann mit der neuen MS-Software umgehen“, sagt Wille.

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