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eGovernment spült Geld in die Kassen Online-Auktionen bringen 63 Millionen Euro im Jahr

Redakteur: Gerald Viola

Eine gebrauchte Sattelzugmaschine für mindestens 7.500 Euro, ein Router ab 15 Euro, sieben Rohdiamanten für 280 Euro, 52 Solarmodule für 2.000 Euro – rund 63 Millionen Euro haben die Online-Auktionen deutscher Behörden im vergangenen Jahr den Staatskassen eingebracht. Ein neuer Rekord, sagt das Hauptzollamt Gießen.

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Millionen Euro durch Online-Auktionen für die Staatskasse
Millionen Euro durch Online-Auktionen für die Staatskasse
(Foto: Stasys-Eidiejus - Fotolia.vom)

Der Aufschwung für die Auktionsplattformen kam 2009, als das Bundeskabinett beschloss, zwangsvollstreckte Wertgegenstände online zu versteigern. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries damals: „Über das Internet erreichen wir einen viel größeren Bieterkreis und die Auktionsplattform ist für jedermann 24 Stunden am Tag zugänglich.“

Dies sei sowohl im Interesse der Gläubiger wie auch der Schuldner. Sie könnten bei besseren Bewertungen ihres früheren Eigentums „schneller wieder auf die Beine kommen“.

Und die Umsätze gingen stets nach oben: Wurden 2009 noch 49 Millionenm Euro umgesetzt, waren es 2010 bereits 57 Millionen Euro. Und nun wurde mit 63 Millionen Euro ein weiterer Rekord eingefahren.

Vorreiter ist ZollAuktion. Hier wurden im vergangenen Jahr bei 42.000 Auktionen die Waren von mehr als 2.200 Anbietern online versteigert: Antiquitäten, Audio & Video, Bekleidung, Briefmarken & Münzen, Bücher, Computer, Fahrzeuge, Foto & Optik, Gesundheit & Pflege, Kommunikation, Kostbarkeiten, Lebensmittel & Getränke, Musikinstrumente, Schmuck & Uhren, Spielwaren, Sport & Freizeit, Werkzeuge & Maschinen und Wohnen.

Auktions-Star war ein Oldtimer. Ein Lagonda V12 Cabriolet (Baujahr 1938) eines Kokain-Dealers wechselte bei einem Startangebot von 80.000 Euro schließlich für 252.000 Euro den Besitzer.

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