BSI-Präsident informiert Niedersächsisches Landeskabinett über Cyberbedrohungen

„Ohne sichere Netze keine Digitalisierung“

| Autor: Julia Mutzbauer

BSI-Präsident Schönbohm sagte während seines Besuches im Niedersächsichen Ministerium für Inneres und Sport: „Die Gefährdungslage im Cyber-Raum ist auch für Niedersachsen angespannt.“
BSI-Präsident Schönbohm sagte während seines Besuches im Niedersächsichen Ministerium für Inneres und Sport: „Die Gefährdungslage im Cyber-Raum ist auch für Niedersachsen angespannt.“ (© Thaut Images - stock.adobe.com)

Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm hat auf Einladung des Niedersächsischen Ministers für Inneres und Sport, Boris Pistorius, das Landeskabinett über Cyber-Bedrohungen informiert. Dabei hat der BSI-Präsident mit Ministerpräsident Stephan Weil, Innenminister Pistorius und den anderen Kabinettsmitgliedern über mögliche Lösungsansätze diskutiert, um die Informationssicherheit zu erhöhen und die Digitalisierung der Behörden weiter voran zu treiben.

Laut dem Bericht des Niedersächsischen Ministeriums zählen Schadprogramme, insbesondere Ransomware, zu den größten Cyber-Bedrohungen. Das BSI habe rund 114 Millionen neue Schadprogramme im Jahr 2018 und 2019 beobachtet. Durchschnittlich sollen es täglich rund 350.000 neue Schadprogramme gewesen sein.

Minister Pistorius nach dem Gespräch mit dem BSI-Präsidenten: „Ich freue mich, dass Herr Schönbohm auf meine Initiative hin das niedersächsische Kabinett über die Arbeit des BSI und die Herausforderungen – gerade für die Verwaltungen –informiert hat. Das BSI ist seit langem ein verlässlicher Partner für uns und wir werden angesichts der weiter steigenden Datenmengen und gleichzeitig neuen Bedrohungen immer mehr Austausch untereinander haben.“

BSI-Präsident Schönbohm: „Die Digitalisierung eröffnet uns allen große Möglichkeiten, jedoch birgt sie auch Risiken, die es zu beherrschen gilt. Cyber-Sicherheit ist Voraussetzung für das Gelingen der Digitalisierung. Die Gefährdungslage im Cyber-Raum ist auch für Niedersachsen angespannt. Unternehmen und Kommunen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger sind von immer professionelleren Cyber-Angriffen betroffen. Daher freue ich mich, dass wir als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der niedersächsischen Landesregierung auf Basis der 2018 unterzeichneten Absichtserklärung weiter ausbauen“.

Für den Niedersächsischen Minister habe das Thema Cybersicherheit höchste Priorität. Pistorius erklärt: „Ohne sichere Netze keine Digitalisierung. Wir werden deshalb die Befugnisse des CIO in diesem Bereich erweitern.“ Pistorius weiter: „Hierzu hat das Kabinett dem Innenministerium in dieser Woche den Auftrag erteilt. Auch nach Ansicht von Herrn Präsidenten Schönbohm muss die Sicherheit der digitalen Infrastruktur möglichst zentral verantwortet werden.

Pistorius sagte abschließend: „Ich danke Herrn Schönbohm für seinen eindringlichen Vortrag und denke, dass wir den Austausch mit Herrn Schönbohm auch auf Ebene des niedersächsischen Landeskabinetts verstetigen sollten.“

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