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Kostenmanagement in der Öffentlichen Verwaltung

Ohne IT geht es nicht

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Grenzen der Kostenoptimierung

Trotz der enormen Herausforderung, die der Aufbau eines Full-Service-Providers bedeutet, wurde den vier Gesellschaftern dieses Vorgehen empfohlen. Hauptargument für das Vorhaben war die langfristige IT-Kostenperspektive (technische Standardisierung, Synergien, Vermeidung von Redundanz). Zu einer Verwirklichung des Projektes kam es allerdings nicht.

Grund hierfür waren datenschutzrechtliche Aspekte. So hat eine Prüfung durch Juristen ergeben, dass das Vorhaben mit den damalig geltenden Datenschutzgesetzen in Nordrhein-Westfalen nicht zu vereinbaren gewesen wäre. Es wurde befürchtet, dass sich aus den unterschiedlichen Daten der vier Organisationen zu viele Informationen über den einzelnen Bürger ablesen lassen.

Fazit

Anhand des Beispiels der westfälischen Stadt wird deutlich, dass der Kostenoptimierung in der Öffentlichen Verwaltung deutlich engere Grenzen gesetzt sind, als dies in Privatunternehmen der Fall ist. Das gilt insbesondere im Hinblick auf IT-Kosten. Sollen beispielsweise Daten, die auf unterschiedliche Systeme verteilt sind, aus Kostengründen in ein System überführt werden, sind die datenschutzrechtlichen Hürden besonders hoch. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Möglichkeit besteht, aus den Daten Profile einzelner Bürgern abzuleiten. Von dieser Sonderproblematik sollten sich die Kommunen jedoch nicht entmutigen lassen – und sie tun es auch nicht.

Eher ist zu erwarten, dass die Kommunen aufgrund der zunehmend prekären Lage ihrer Haushalte vermehrt nach Einsparpotenzialen Ausschau halten werden. Die IT kann hier einen großen Beitrag leisten. Klar ist aber auch, dass die Öffentliche Verwaltung hier erst am Anfang steht. Gerade die Möglichkeiten zum IT-Outsourcing werden bislang noch unzureichend genutzt.

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