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Kostenmanagement in der Öffentlichen Verwaltung

Ohne IT geht es nicht

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Österreich bündelt IT für Sozialversicherungsträger

Dass der gebündelte Einsatz von IT dazu beiträgt, Kosten nachhaltig und deutlich zu senken, zeigt auch der Blick über die deutschen Landesgrenzen.

So war es in Österreich lange Zeit üblich, dass alle rund 20 Sozialversicherungsanstalten ihre gesetzlich vorgegebenen Aufgaben mittels eigener Informationstechnologie in eigener Verantwortung bewältigten. Der Aufwand war entsprechend hoch. Bereits im Jahr 2003 betrug das Budget aller österreichischen Sozialversicherungsträger (SV-Träger) 166,7 Millionen Euro, davon entfiel ein signifikanter Anteil auf die IT. Um die Kosten zu senken, sollten alle rund 260 Standorte der SV-Träger, inklusive Kundenservicestellen und medizinische Einrichtungen, mit einem einheitlichen IT-Service versorgt werden. Dies bedeutete, dass rund 18.600 IT-Arbeitsplätze sowie 24 gemeinsam genutzte Großapplikationen aus einer Hand betreut, optimiert und gewartet werden sollten. Zudem wurde angestrebt, die Zahl der Rechenzentren von 18 auf maximal fünf zu reduzieren.

Die Bündelung der IT-Services erfolgte in der Sozialversicherung GmbH (ITSV-GmbH), einer 100-prozentigen Tochter der österreichischen Sozialversicherungsträger. Die SV-Träger als deren Eigentümer erwarteten sich durch die Gründung des IT-Dienstleisters insbesondere durch die kostengünstigere Organisation der EDV eine Nutzung von Synergiepotenzialen mit niedrigeren IT-Kosten, die somit den Finanzhaushalt der Sozialversicherungsträger entlasten sollten.

Weitere damit einhergehende Vorteile: mehr Kostentransparenz, die Möglichkeit zur Datenkonsolidierung, eine verbesserte Servicequalität sowie ein zusätzlicher Innovationsbeitrag durch leistungsstarke und neue IT-gestützte Angebote.

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