eGovernment-Vorsprung durch Marketing

Österreich trommelt gemeinsam mit der Wirtschaft für die Handy-Signatur

| Redakteur: Gerald Viola

Österreicher können bei eGovernment mit dem Handy unterschreiben
Österreicher können bei eGovernment mit dem Handy unterschreiben (Quelle: Digitales Österreich)

Rund 130.000 Handy-Signaturen werden in Österreich aktiv eingesetzt. Und jeden Monat schalten 10.000 bis 15.000 Bürger die Handy-Signatur frei. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Das Zauberwort heißt nicht nur Marketing. Wien gibt Geld für Werbung aus und produziert laufend neue Ideen.

Dabei ist die Handy-Signatur letztlich aus dem Flop Bürgerkarte entstanden, die bei den Bürgern auf keine große Gegenliebe stieß. Seit die elektronische Signatur aufs Handy ausgelagert wurde, gehen die Nutzerzahlen nach oben.

Das Bundeskanzleramt in Wien: „Damit sind mehr aktive Handy-Signaturen als jemals aktivierte eCards mit Bürgerkartenfunktion im Feld. Dieser positive Trend bestärkt uns, die Marketing- und Informationsaktivitäten der Plattform Digitales Österreich gemeinsam mit den Kooperationspartnern aus Verwaltung und Wirtschaft fortzuführen und die Freischaltemöglichkeiten durch vermehrte Schulungen von ROs (Registration Officer) weiter auszubauen.“

Und die Kommunen ziehen mit: Die Wiener Stadtverwaltung bietet seit 1. März an den Standorten der Magistratischen Bezirksämter Registrierungsstellen zur Aktivierung der Handy-Signatur an und unterstreicht damit die Bedeu-tung von eGovernment für eine moderne Stadtverwaltung. Durch diesen Bürgerservice sollen Anträge vom „Abfallbehandlung-Feststellungsantrag“ bis zu der „Zoo-Bewilligung“ in Wien künftig noch rascher und bürgerfreundlicher abgewickelt werden können.

Marketing für eGovernment

Zu Jahresbeginn führte das Bundeskanzleramt eine breit angelegte Info-Kampagne zur Handy-Signatur durch, bei der sämtliche österreichischen Gemeinden mit Handy-Signatur-Foldern beschickt wurden. Im Anschreiben wies Staatssekretär Dr. Josef Ostermayer auf die Rolle der Handy-Signatur im Rahmen des in Begutachtung befindlichen Demokratiepaketes hin.

Darüber hinaus wurde mit dem Schreiben ein Auszug der zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten für Bürger übermittelt und das Einsparungspotenzial für die Gemeinden in diesem Zusammenhang dargelegt.

Beispielsweise sind Wahlkarten bei Nationalratswahlen im Fall einer postalischen Versendung an die AntragstellerInnen grundsätzlich mittels eingeschriebener Briefsendung zu übermitteln, was zu beträchtlichen Postgebühren führt. Wurde der Antrag auf Ausstellung einer Wahlkarte jedoch online mit Handy-Signatur gestellt, kann die Wahlkarte mit einfachem Schreiben versendet werden.

Das Bundesknazleramt: „Damit entsteht eine Win-Win-Situation.“

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Hier gibts eine Windows 8 App: http://bit.ly/Yb10xU  lesen
posted am 13.03.2013 um 17:53 von Unregistriert

Es ist erstaunlich, dass Österreich viel wendiger agiert als Deutschland. Die Sparkassen in...  lesen
posted am 13.03.2013 um 13:00 von woksoll


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