Behörden machen Marketing für Bürgerservices

| Redakteur: Gerald Viola

Österreicher können bei eGovernment mit dem Handy unterschreiben
Österreicher können bei eGovernment mit dem Handy unterschreiben (Foto: Digitales Österreich)

Während deutsche Institutionen wie der Bundestag die bundeseigenen Entwicklungen neuer Personalausweis und De-Mail wie berichtet ignorieren, treiben die Österreicher die eGovernment-Bestrebungen im eigenen Land konsequent voran. Mit der Handy-Signatur, der Bürgerkarte und einer Marketing-Strategie.

Und deshalb können die Macher von Digitales Österreich eine stolze Bilanz ziehen: „Mittlerweile sind österreichweit rund 70.000 Handy-Signaturen aktiv im Einsatz und jedes Monat schalten 4.000 weitere Personen ihre Handy-Signatur frei.“

Das kommt nicht von ungefähr und zeigt, wie man gezielt eGovernment-Strategien populär macht: „Verantwortlich dafür sind vor allem die verstärkten Marketingaktivitäten der Plattform Digitales Österreich und ihrer Kooperationspartner aus Verwaltung und Wirtschaft sowie die deutliche Ausweitung der Freischaltemöglichkeiten. Neben den Finanzämtern und den Tiroler Bezirkshauptmannschaften ist es seit Juni nun auch bei allen Salzburger Bezirkshauptmannschaften möglich, während des Parteienverkehrs von Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, die Handy-Signatur am Mobiltelefon aktivieren zu lassen (http://www.salzburg.gv.at/handy-signatur).“

Bund, Land, Kommunen ziehen an einem Strang

Die Stadt Wien unterstützt die Verbreitung der Handy-Signatur im Rahmen der Kooperation BLSG schon seit längerem erfolgreich. Beispielsweise gibt es auf der Homepage eine eigene Seite dazu (http://www.wien.gv.at/ikt/egov/handy-signatur.html). Zusätzlich wurden Freischalttage für Mitarbeiter angeboten.

Eine weitere interessante Einsatzmöglichkeit der Handy-Signatur wird die Beantragung der Stimmkarte für die angekündigte Volksbefragung zur Wehrpflicht im Januar 2013 darstellen. Wird der Antrag auf Ausstellung der Stimmkarte mit Bürgerkarte oder Handy-Signatur durchgeführt, muss die Stimmkarte nicht mit eingeschriebener Briefsendung zugestellt werden. Der Versand als Standardpostsendung bedeutet eine Erleichterung für die Bürger, die sich den oft mühsamen und zeitintensiven Weg zur Post ersparen, um das Einschreiben selbst abzuholen. Gleichzeitig profitieren die Städte und Gemeinden von der Antragstellung mittels Handy-Signatur oder Bürgerkarte. Durch den standardmäßigen Versand werden hohe Einsparungen bei den Portokosten ermöglicht.

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