Forderung der OSB Alliance

Öffentliche Verwaltung soll Open-Source-Software bevorzugen

| Autor: Ira Zahorsky

Die Open Source Business Alliance fordert eine deutlichere Positionierung der Bundesregierung in puncto Open-Source-Software.
Die Open Source Business Alliance fordert eine deutlichere Positionierung der Bundesregierung in puncto Open-Source-Software. (Foto: macgyverhh - Fotolia.com)

Andere europäische Länder geben bereits Open-Source-Software bei der Auftragsvergabe den Vorzug. Das will die Open Source Business Alliance auch für Deutschland erreichen und fordert im Rahmen des Offenen IT-Gipfels, der am 12. Oktober in Hamburg statt fand, eine entsprechende Empfehlung von der Bundesregierung.

Die Öffentliche Verwaltung in Deutschland setzt bislang auf kommunaler, Landes- und Bundesebene Open-Source-Software nur punktuell ein. Zwar heißt es in der „Unterrichtung der Bundesregierung“: „Bei Beschaffungen der Bundesverwaltung bauen wir praktische Hemmnisse für Open Source Software (OSS) mit dem Ziel der Chancengleichheit ab.“ Doch die Open Source Business (OSB) Alliance fordert, dass die Ergebnisse öffentlich beauftragter und finanzierter Softwareentwicklung unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden müssten, damit sie der Gemeinschaft zugute kämen.

Vorreiterrolle

„Die Öffentliche Verwaltung und der Bildungsbereich in Deutschland haben eine besondere Bedeutung bei der Etablierung und Durchsetzung von Standards in der IT-Technologe“, erklärt Peter Ganten, Vorstand der OSB Alliance. „Eine sehr viel deutlichere Positionierung der Öffentlichen Verwaltung zugunsten von Open-Source-Software hätte eine enorme Signalwirkung.“

Neben der beschäftigungspolitischen Relevanz hat Open-Source-Software auch eine standortpolitische Bedeutung für Deutschland und Europa. Die offene, transparente und dezentrale Entwicklung und Nutzung von Open-Source-Software sind der OSB Alliance zufolge entscheidend für den Ausbau einer unabhängigen europäischen IT-Industrie, welche eine souveräne Datenverarbeitung und -speicherung für Unternehmen und die Öffentliche Verwaltung sicherstellen kann.

Einsatz im Ausland

Neben Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden hat inzwischen auch die US-Regierung erkannt, dass „die Förderung von Open Source nicht nur niedrigere Kosten bedeutet, sondern auch wesentlich zur Schaffung einer innovativen und wettbewerbsfähigen IT-Industrie beiträgt“, erklärt Holger Dyroff, Vorstandsmitglied der OSB Alliance und Leiter der Working Group Public Affairs.

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