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In Deutschland durchgeführte IDC-Studie Öffentliche Verwaltung ist weit voraus bei der Virtualisierung

| Autor / Redakteur: Joachim Benner / Katrin Hofmann

Eine aktuelle Untersuchung von IDC in über 170 Unternehmen und Organisationen in Deutschland zeigt, dass das Thema Virtualisierung weit vorangeschritten ist. Vor allem Behörden sind demnach die Vorreiter.

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Joachim Benner, Research Analyst bei IDC in Frankfurt
Joachim Benner, Research Analyst bei IDC in Frankfurt
( Archiv: Vogel Business Media )

Drei Viertel aller Unternehmen haben einer IDC-Studie zufolge bereits virtualisiert oder wollen dies in den kommenden Monaten tun. Besonders hoch ist dabei der Anteil in der öffentlichen Verwaltung: Hier waren es sogar rund 85 Prozent der Behörden und Organisationen, die auf Virtualisierung setzen. Die meisten davon haben ihre Virtualisierungs-Projekte bereits abgeschlossen. Dies zeigt deutlich, wie weit voraus die öffentliche Verwaltung bei diesem Thema tatsächlich ist. Vor allem die Server-Virtualisierung wurde hier in den vergangenen Jahren stark vorangetrieben.

Interesse an Desktop-Virtualisierung steigt

Festzustellen ist aber auch, dass das Interesse vor allem am Thema Desktop-Virtualisierung immer größer wird. Denn gerade hier liegen für die öffentliche Verwaltung signifikante Einsparpotenziale. So lassen sich schlanke, kostengünstige Desktops zentral administrieren, wodurch die IT entlastet wird. Lizenzkosten können reduziert und die Auslastung der Hardware kann optimiert werden. Auch der Austausch von Geräten braucht nicht mehr zwingend durch einen IT-Mitarbeiter vorgenommen werden, und im Bereich der Sicherheit können sich ebenfalls Verbesserungen ergeben.

Auch Hemmschwellen

Größtes Manko ist allerdings, dass zunächst deutliche Ausgaben für den Desktop-Bereich anfallen und sich die Kosteneinsparungen meist erst über einige Jahre ergeben. Denn zunächst muss in Netzwerke, Speicherkapazitäten, Thin Clients und Software investiert werden. Angesichts der zunehmend klammen Kassen bei Bund, Ländern und Kommunen keine besonders verlockenden Aussichten. Auf Virtualisierung zu setzen ist deshalb meist erst dann lohnend, wenn der Wechsel auf ein neues Betriebssystem oder der Austausch von Desktops ansteht. Hier fehlt es aber derzeit in vielen öffentlichen Verwaltungen an den erforderlichen Mitteln.

Aus diesem Grund wird es auch noch eine gute Weile dauern, bis die Desktop-Virtualisierung in der öffentlichen Verwaltung tatsächlich „angekommen“ ist. IDC geht dennoch davon aus, dass Desktop-Virtualisierung in der öffentlichen Verwaltung nicht nur mehr an Bedeutung gewinnen wird, sondern dass sich das Thema zu einem der wichtigsten Trends im IT-Bereich in den kommenden Jahren entwickeln wird.

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