eGovernment Monitor 2014

Nutzung von eGovernment nimmt wieder zu

| Redakteur: Susanne Ehneß

Digital statt analog: Behördengänge werden zunehmend online abgewickelt
Digital statt analog: Behördengänge werden zunehmend online abgewickelt (© markrubens - Fotolia)

Der aktuelle „eGovernment Monitor“ zeigt, dass Nutzung und Akzeptanz digitaler Verwaltungsangebote steigen. 2,4 von durchschnittlich 5 Behördenkontakten pro Jahr werden demnach bereits online erledigt. Die Studie legt aber auch die aktuellen Schwachstellen offen.

Vor einer Woche hat das Bundeskabinett das Programm „Digitale Verwaltung 2020“ beschlossen. Die internen Verwaltungsprozesse sollen demnach durchweg digitalisiert und medienbruchfrei gestaltet werden. Der „eGovernment Monitor“ von Initiative D21 und Ipima gibt wieder, inwieweit Bürger die digitale Verwaltung bereits nutzen – oder eben nicht.

Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und erfahren Sie alle Ergebnisse des eGovernment Monitors:

Demnach werden 2,4 von durchschnittlich 5 Behördenkontakten im Jahr werden bereits online erledigt, folglich nimmt die Nutzung von eGovernment in Deutschland zu: von 36 Prozent (2013) auf 45 Prozent (2014). Parallel liegt die Zufriedenheit mit eGovernment-Angeboten in Deutschland auf Vorjahresniveau (2013: 53 Prozent, 2014: 52 Prozent).

Kritisiert werden das nicht ausreichende Angebot (49 Prozent) sowie zu wenig Informationen über das bestehende digitale Angebot (76 Prozent). Hemmschuh ist nach wie vor die Angst vor Datendiebstahl: 65 Prozent der Befragten fühlen sich dahingehend unsicher.

Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, bemerkt zum eGovernment Monitor 2014: „Die Sorge um die Sicherheit der eigenen Daten als auch die kürzlich bekannt gewordenen Fälle von Identitätsdiebstahl, haben auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Sicherheit der eGovernment-Angebote der deutschen Verwaltung erschüttert. Es ist eine gemeinsame Aufgabe aller Verantwortlichen, egal ob im Bund, in den Ländern oder in den Kommunen, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Mit der Leitlinie für die Informationssicherheit in der Öffentlichen Verwaltung hat der IT-Planungsrat bereits im vergangenen Jahr hierfür eine wichtige Grundlage gelegt. Darauf müssen wir in den kommenden Jahren konsequent und flächendeckend aufbauen, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen“.

Und Dr. Alfred Zapp, Vizepräsident der Initiative D21, ergänzt: „Für Wirtschaftsunternehmen und die Bürger ist die deutsche Verwaltung ein Standortfaktor. Der eGovernment Monitor zeigt in diesem Jahr deutlich: Es sind nicht die viel zitierten 1,5 Behördenkontakte, sondern durchschnittlich fünf Behördenkontakte, die ein Bürger pro Jahr hat. Darunter sind bereits 2,4 Online-Kontakte. Eine moderne Verwaltung muss daher zwingend zur digitalen Lebenswelt der Bürger passen. Wir sind überzeugt, dass Verwaltung zur Bremse im System wird, wenn sie sich nicht den Lebens- und Wirkungsrealitäten der Bürgerinnen und Bürgern anpasst“.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42967983 / Standards & Technologie)