Öffentliche WLAN-Hotspots

Nutzer wünschen sich noch mehr Zugangspunkte

| Redakteur: Julia Mutzbauer

Laut einer Umfrage des Bikom ist jeder fünfte Bürger in Deutschland der Meinung, dass die Anmeldung bei öffentlichen WLAN-Hotspots schwieriger geworden ist
Laut einer Umfrage des Bikom ist jeder fünfte Bürger in Deutschland der Meinung, dass die Anmeldung bei öffentlichen WLAN-Hotspots schwieriger geworden ist (© NicoElNino - stock.adobe.com)

Die Nutzung von öffentlichen Internetzugängen in Deutschland nimmt immer mehr zu. Die Abschaffung der Störerhaftung zeigt Wirkung.

Jeder Zweite (53 Prozent) nutzt öffentliches, kostenloses WLAN, laut Bitkom. Jeder fünfte Bürger nutze freie Internetzugänge überall dort wo sie zur Verfügung stehen. Vor allem in Hotels und Ferienwohnungen seien die offenen Zugänge gefragt. Dort würden 84 Prozent der Bürger auf solche Angebote zurückgreifen.

Weitere 84 Prozent der Bürger sind der Meinung, dass die Verbreitung von öffentlichem und kostenlosem WLAN in den letzten zwei Jahren zugenommen habe. 43 Prozent sagen, dass sie sogar deutlich zugenommen habe. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder ist überzeugt: „Öffentlich zugängliches Internet macht viele Orte attraktiver“.

Über Hot-Spots in Cafés und Restaurants sollen gut ein Drittel (69 Prozent) online gehen. Mehr als die Hälfte der Bürger (56 Prozent) nutze die Zugänge im Nah- und Fernverkehr. Nahezu jeder zweite Bürger (47 Prozent) würde sich in Bahnhöfen und Flughäfen einloggen. In öffentlichen Einrichtungen wie Ämtern oder Bibliotheken seien es ähnlich viele Nutzer (44 Prozent).

In Freizeiteinrichtungen wie Kinos oder Clubs würde ein Drittel (34 Prozent) auf das freie WLAN zurückgreifen. In Geschäften und Supermärkten würden drei von zehn (29 Prozent) diesen Service nutzen.

Hotspot-Login einfacher als früher

Die Mehrheit der Hotspot-Nutzer ist nicht nur der Ansicht, dass das Angebot der öffentlichen Internetzugänge gößer geworden ist, sondern auch, dass der Zugang an vielen Orten besser geworden ist. Jeder zweite (51 Prozent) gibt an, dass die Nutzung einfacher geworden sei. Davon sind 27 Prozent der Meinung, dass diese deutlich einfacher geworden sei. Ein Viertel (25 Prozent) habe keinerlei Veränderung wahrgenommen.Jedoch jeder fünfte Bürger ist der Meinung, dass die Anmeldung bei den Hotspots schwieriger geworden sei.

Nach der Meinung des Bitkoms gehe das verbesserte Hotspot-Angebot auch auf die Abschaffung der sogenannten Störerhaftung zurück, zu der sich die Bundesregierung vor zwei Jahren entschieden habe. Bis dahin sollen Hotspot-Betreiber einem Haftungsrisiko ausgesetzt worden sein, wenn die Internetverbindung für Urheberrechtsverstöße oder andere Rechtsverletzungen missbraucht wurde. Daher fordert der Digitalverband die Bundesregierung dazu auf diese Gesetzesänderung zu evaluieren. „Viele Verbraucher erwarten, dass etwa in Cafés oder Hotels ein Internetzugang zum Standardangebot gehört. Umso wichtiger ist es, dass Hotspot-Betreiber ihr WLAN unkompliziert und rechtssicher öffnen können“, erklärt Rohleder.

Dennoch sähen viele Bürger Nachholbedarf bei den öffentlichen WLAN-Zugängen. Nach wie vor ist die Hälfte der Nutzer der Meinung, dass das Angebot an WLAN-Hotspots in Deutschland unzureichend sei. Die Nutzung im Ausland sei einfacher und unkomplizierter, laut einem guten Viertel (28 Prozent).

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