Die bayerische Breitbandinitiative

Nur Breitband sichert künftig gleiche Wettbewerbschancen

| Redakteur: Manfred Klein

Hunger auf Breitband: Der Erfolg der der bayerischen Breitband-Initiative zeigt, dass moderne Infrastrukturpolitik heute auch Breitbandausbau heißt
Hunger auf Breitband: Der Erfolg der der bayerischen Breitband-Initiative zeigt, dass moderne Infrastrukturpolitik heute auch Breitbandausbau heißt (Foto: Maimento - Fotolia.com)

1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln hat Bayern seinen Kommunen zur Verfügung gestellt, um bis zum Jahr 2018 im ganzen Freistaat eine flächendeckende Versorgung mit Breitband­anschlüssen aufbauen zu können. Die Fördermittel werden nach einem bestimmten Schlüssel, aber unbürokratisch an die teilnehmenden Kommunen vergeben.

So erstaunt es nicht, dass immer mehr Städte und Gemeinden sich um ihren Anteil an den Fördermitteln bewerben. Inzwischen hat sich mehr als die Hälfte der Gemeinden beworben, und die Vergabe von zumeist positiven Bescheiden läuft auf Hochtouren. eGovernment Computing sprach mit Staatssekretär Johannes Hintersberger darüber, wie die Kampagne fortgeführt werden soll.

Johannes Hintersberger setzt bei der Zusammenarbeit mit den Kommunen auch auf die eGovernment-Initiative des Freistaats „Montgelas 3.0“
Johannes Hintersberger setzt bei der Zusammenarbeit mit den Kommunen auch auf die eGovernment-Initiative des Freistaats „Montgelas 3.0“ (Foto: Ira Zahorsky)

Herr Hintersberger, wie stellt sich die Umsetzung der bayerischen Breitbandinitiative im Augenblick dar?

Hintersberger: Zunächst möchte ich – weil es mit der Breitbandinitiative in engem Zusammenhang steht – ein paar Worte über die Vermessungsverwaltung im Freistaat verlieren. Die Vermessungsverwaltung hat in Bayern nicht nur eine große und stolze Geschichte – denken Sie nur an die große Karte von Bayern, die 1563 von Philipp Apian fertiggestellt wurde –, in unseren Zeiten ist die Vermessungsverwaltung in Sachen Breitbandausbau nun ein äußerst effektives Beratungsinstrument der Kommunen geworden.

Die Reform der Vermessungsverwaltung in Bayern in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass wir heute 51 Vermessungsämter und 22 Außenstellen haben – also 73 leistungsfähige Einrichtungen vor Ort in ganz Bayern. Auf der anderen Seite haben wir 71 Landkreise in Bayern, das heißt also, das Beratungsangebot durch die Vermessungsverwaltung ist im Freistaat flächendeckend und deckungsgleich mit den Landkreisen.

Der große Vorteil dieser Reform ist, dass die Vermessungsämter – die aufgrund der zusätzlichen Aufgabenstellung nun unter dem Namen „Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung“ firmieren – für jeden Landkreis einen Berater abstellen können. Diese wurden in den vergangenen Monaten extra weitergebildet und sprechen, da sie mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut sind, mit den Bürgermeistern auf Augenhöhe. Sie kennen die Region, den Landkreis und haben daher nicht nur die technische Kompetenz, um die Breitbandkonzeption und Breitbandförderung des Freistaats an den Mann zu bringen.

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Es freut mich immer, wenn sich auch kath. Theologen der Technik nicht verschließen. Vielleicht...  lesen
posted am 01.10.2014 um 08:01 von Unregistriert


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