Kommunale ePartizipation

Nürnberg: „Grüne Welle“ für eBeteiligungsverfahren

| Redakteur: Manfred Klein

ePartizipation erobert sich einen Platz in der Kommunalpolitik
ePartizipation erobert sich einen Platz in der Kommunalpolitik (Foto: ag-visuell - Fotolia.com)

ePartizipation ist „in“. Immer mehr Kommunen und Landkreise binden ihre Bürger in politische Entscheidungen ein. Und wo nicht, versucht man die Bürger wenigstens via Sozialem Netzwerk zu informieren – wenn es sein muss, auch ohne den Segen des Datenschützers. Jetzt hat Nürnberg den ersten ePa-Leitfaden vorgelegt.

Die Kommunen reagieren damit auf einen Trend, der längst alle Bereiche des öffentlichen Lebens erfasst hat. So hat der Branchenverband Bitkom kürzlich das Kommunikationsverhalten von Verbänden unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sprechen für sich.

So nutzen bereits 58 Prozent der Verbände Soziale Netzwerke. Und immer mehr Verbände setzen CRM-Systeme und Online-Mitgliederportale ein.

Dazu der Bitkom: „Die digitale Verbandskommunikation wird dynamischer und dialogorientierter. Für den Austausch mit Öffentlichkeit, Presse und Politik sind heute bereits 58 Prozent der Verbände in sozialen Netzwerken aktiv. 2010 lag der Anteil erst bei 37 Prozent. Besonders häufig werden Twitter (52 Prozent) und YouTube (40 Prozent) genutzt, um den klassischen Kommunikationsmix zu ergänzen.“

Für das Kommunikationsmanagement und den internen Austausch mit Mitgliedern und Mitarbeitern hätten sich in den vergangenen Jahren professionelle digitale Lösungen etabliert. Im Vergleich zu 2010 habe sich der Einsatz einfacher Adress-Datenbanken fast halbiert. Die Lücke schlössen moderne CRM-Systeme, deren Anteil sich nahezu verdoppelt habe. Weiter an Relevanz gewonnen hätten personalisierte Online-Mitgliederportale, die von fast jedem zweiten (49 Prozent) Verband eingesetzt werden, meldet der Branchenverband.

Diesen Zusammenhang greift auch der ePartizipationsleitfaden (ePa-Leitfaden) der Stadt Nürnberg auf. So heißt es in der Einleitung des Leitfadens: „Interaktive, digitale Medien sind nicht erst seit Facebook ein fester Bestandteil vieler Alltagsbereiche. Laut einer Erhebung von TNS Infratest nutzen mittlerweile fast 80 Prozent der Deutschen das Internet zur Kommunikation, um einzukaufen oder sich schlicht zu informieren. Tendenz steigend. Wie aber ist dieser Medienwandel im Hinblick auf demokratische Entscheidungsprozesse zu werten?“

Die Beteiligungsmöglichkeit über das Internet, kurz ePartizipation, sei Bestandteil und zugleich Ausdruck dieser Entwicklung, schreiben die Autoren. Mit dem Leitfaden stelle sich die Stadtverwaltung Nürnberg der aufgezeigten Dynamik offensiv und ganz im Sinne des eigenen Leitbildes. Dort heißt es: „Wir entwickeln und gestalten zusammen mit den Nürnbergerinnen und Nürnbergern Leben, Arbeiten und Wohnen in einer zukunftsfähigen und innovativen Stadt.“

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posted am 07.11.2013 um 16:10 von mk

Ist dieser Leitfaden irgendwo zugänglich??  lesen
posted am 07.11.2013 um 15:36 von R.S.


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