News NRW testet die vernetzte Verwaltung

Redakteur: Gerald Viola

Das Innenministerium Nordrhein-Westfalens hat vier Vorhaben ausgewählt, die durch Vernetzung ihrer Kommunalverwaltungen neue Kooperationsformen erschließen wollen. Sie bilden gemeinsam

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Das Innenministerium Nordrhein-Westfalens hat vier Vorhaben ausgewählt, die durch Vernetzung ihrer Kommunalverwaltungen neue Kooperationsformen erschließen wollen. Sie bilden gemeinsam das Modellprojekt „Vernetzte Verwaltung“, das Anfang nächsten Jahres gestartet werden soll. Um diese Entwicklung im eGovernment zu fördern, hat die Landesregierung den teilnehmenden Kommunen eine finanzielle Unterstützung zugesichert.Alle Projekte sind so angelegt, dass die Ergebnisse auf andere Kommunen übertragen werden können. Ziel ist es, die kommunalen Dienstleistungen bei mindestens gleicher Qualität kostengünstiger anbieten zu können. Durch das Unternehmen d-NRW, an dem neben dem Land auch eine Reihe von Kommunen beteiligt ist, wird das auf zwei Jahre angelegten Projekt wissenschaftlich begleitet.Folgende Projekte wurden ausgewählt:Im Projekt Servicestelle Personal im Kreis Warendorf sollen durch eine gemeinsamen Bearbeitung der Personalfragen in den teilnehmenden Kommunen erhebliche Synergieeffekte und Kostenvorteile genutzt werden.In den Gemeinden Nottuln und Havixbeck soll ein interkommunales Finanzcenter geschaffen werden. Mittelfristig soll so ein bürgerorientierter Haushalt erstellt werden. Das interkommunale Finanzcenter soll zunächst ein papierloses Buchungssystem enthalten, auf dem das Kassengeschäft, die Vollstreckung und ein gemeinsamer Jahresabschluss aufsetzen sollen. Neben der Realisierung entsprechender IT-Lösungen sollen die Ablaufprozesse so optimiert werden, dass ein Höchstmaß ein Nutzerorientierung und Kundenfreundlichkeit entsteht.Auf Grundlage der Erfahrungen mit dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) haben sich vier Gemeinden der Region Nordlippe darauf verständigten, ihr Leistungsangebot und die Form der Leistungserbringung zu überprüfen. Das Projekt zielt darauf ab, die Wirtschaftlichkeit des kommunalen Leistungsangebotes durch neue Organisationsformen zu verbessern. Im Shared Service Center Digitale Postbearbeitung soll eine organisatorische und technische Lösung für die gemeinsame Abwicklung des Postverkehrs der beteiligten Kommunen in digitaler Form geschaffen werden. Dabei geht es darum, die Prozessoptimierungspotenziale des digitalen Schriftverkehrs auf der Prozessebene zu identifizieren, die fachlichen Kernanforderungen für die organisatorische und IT-technologische Umsetzung zu spezifizieren und ein für die Kreisebene übertragbares Realisierungskonzept zu entwickeln.

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