Technologieanbieter mit einbeziehen

Notebooks am besten für den Schul-Einsatz geeignet

| Autor: Ira Zahorsky

Alberto Valero, Co-Direktor der Abteilung für Innovation und Robotik bei BQ, leitet das Bildungsprojekt.
Alberto Valero, Co-Direktor der Abteilung für Innovation und Robotik bei BQ, leitet das Bildungsprojekt. (Bild: BQ)

Den Eltern ist es nicht nur wichtig, dass ihre Kinder den Umgang mit neuen Geräten wie Smartphone, Tablet oder Whiteboard erlernen. Sie möchten auch, dass sie neue Entwicklungen maßgeblich mitgestalten und bereits in jungen Jahren besser über den guten und sinnvollen Umgang mit Technologie unterrichtet werden sollten.

Rund acht von zehn Eltern in Deutschland (77 Prozent) sind der Meinung, dass Technologie im Klassenraum einen positiven Effekt auf die Leistungen ihrer Kinder hat und ihre berufliche Zukunft verbessern könnte. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Umfrage, die die GfK im Auftrag von BQ, einem spanischen Smartphone-Hersteller im Frühjahr 2015 in neun europäischen Ländern durchgeführt hat.

78 Prozent der befragten Eltern glauben, dass ihre unter 17-jährigen Kinder in Sachen Technologie und IT gut oder sogar sehr gut auf ihre Rolle in der Gesellschaft der Zukunft vorbereitet sind – was die berufliche Zukunft betrifft, gebe es aber Nachholbedarf.

Lehrerwissen: mangelhaft

Die befragten Eltern sind der Meinung, dass lediglich 30 Prozent der Lehrer über ein ausreichendes Hintergrundwissen verfügen würden, um neue Technologien in ihren Unterrichtsstunden einzusetzen und ihre Schüler fundiert zu unterrichten. 73 Prozent der befragten Deutschen denken daher, dass Unternehmen und Technologieanbieter verstärkt in die Implementierung und den Einsatz technologischer Geräte und Lösungen an den Schulen miteinbezogen werden sollten.

Außerdem plädiert mehr als die Hälfte der Eltern für einen verstärkten Einsatz von Laptops, da diese die am besten geeignete Technologie für den Einsatz im Klassenzimmer sei.

Europäischer Vergleich

Die GfK-Erhebung ermöglicht des Weiteren einen Vergleich der Einstellung und Meinung europäischer Eltern. So sind es die italienischen (84 Prozent) und spanischen Eltern (83 Prozent), die glauben, dass ihre unter 17-jährigen Kinder in technologischer Hinsicht gut auf die Gesellschaft der Zukunft vorbereitet seien. Britische Eltern sind mit 70 Prozent deutlich kritischer.

Geht es um die Bedeutung von Technologie für die berufliche Karriere, räumen alle Eltern dieser einen großen Stellenwert ein. 90 Prozent der spanischen, 92 Prozent der britischen, 85 Prozent der portugiesischen und 88 Prozent der italienischen Befragten stimmen dem großen Einfluss zu. Die französischen Befragten sind mit 66 Prozent, die Österreicher mit 70 und die Schweizer ebenfalls mit 70 Prozent etwas skeptischer. Im DACH-Vergleich sind die deutschen Befragten mit 77 Prozent am zuversichtlichsten, was die Bedeutung von Technologie für die Zukunft ihrer Kinder betrifft.

Die südeuropäischen Befragten wiederum sind diejenigen, die am meisten daran glauben, dass Schulen in der Pflicht stehen, Kinder frühzeitig über den richtigen Umgang mit Technologien aufzuklären. Spanische, italienische und schwedische Eltern messen dem Einsatz von Technologien im Klassenzimmer den größten Nutzen bei. Spanische, portugiesische und italienische Eltern wünschen sich mehr interaktive Whiteboards für den Unterricht. Die Österreicher, Deutschen und Schweizer sprechen sich im Vergleich hierzu eher für Laptops und Tablets aus.

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posted am 16.09.2015 um 05:53 von Unregistriert


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