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Wirtschaftsministerium übernimmt Federführung Niedersachsen erarbeitet Open-Data-Strategie

| Autor: Manfred Klein

Die Landesregierung Niedersachsen beginnt mit der Erstellung einer Open-Data-Strategie. Unter Federführung des Wirtschaftsministeriums soll von den Ressorts gemeinsam bis zur Sommerpause die Strategie zum Umgang mit und Nutzen von Open Data erarbeitet werden. Das Land wird auch der Plattform GovData beitreten.

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Die Niedersäschische Landesregierung – hier im Bild zu sehen eine Außenansicht des Niedersächsischen Landtag mit dem Plenarsaaltrakt am Platz der Göttinger Sieben – hat die Entwicklung einer Open-Data-Strategie beschlossen
Die Niedersäschische Landesregierung – hier im Bild zu sehen eine Außenansicht des Niedersächsischen Landtag mit dem Plenarsaaltrakt am Platz der Göttinger Sieben – hat die Entwicklung einer Open-Data-Strategie beschlossen
(© Focke Strangmann)

Das Land betont anlässlich der Entscheidung den Nutzen offener Daten. Open Data böte neue Chancen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, heißt es dazu aus dem Wirtschaftsministerium.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann erklärte dazu weiter: „Daten sind der wichtigste Rohstoff der Digitalwirtschaft. Weltweit versuchen Wissenschaftler neue Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen und tüfteln Startups an neuen digitalen Geschäftsmodellen. Die Bereitstellung offener Daten eröffnet große Chancen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.“

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Bereitstellung offener Daten eröffnet große Chancen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft."
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Bereitstellung offener Daten eröffnet große Chancen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft."
(Bild: Wirtschaftsministerium Niedersachsen)

Die kostenfreie Bereitstellung von Verwaltungsdaten ist Teil der Strategie des „Gemeinsamen digitalen Binnenmarktes“ der Europäischen Kommission. In den vergangenen Jahren wurden diverse Maßnahmen ergriffen, um diesen „Rohstoff der datengetriebenen Innovation" vermehrt verfügbar zu machen.

Open Data, „Offene Daten“, können von jedem frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden. Die Daten werden hierzu entgeltfrei, maschinenlesbar, übersichtlich und dauerhaft zur Verfügung gestellt. Es geht um Daten von Regierung und Verwaltung, die in Form von Rohdaten zur freien Nutzung, insbesondere zur Weiterverwendung und Weiterverbreitung, öffentlich bereitgestellt werden.

Übersichtlich und frei zugänglich dargeboten werden beispielsweise Daten zum Kfz-Bestand, zu polizeilich erfassten Unfällen, samt Unfallkategorie etc. oder auch zu Abgängern/Absolventen an Berufsschulen. Ausgeklammert sind von vornherein – auch nach der internationalen Definition – personenbezogene und sicherheitsrelevante Daten.

In Deutschland stellen zwölf Länder und der Bund bereits offene Verwaltungsdaten über die Bund-Länder-Plattform GovData bereit. Niedersachsen wird dieser Plattform ebenfalls beitreten. Im Masterplan Digitalisierung Niedersachsen wird Open Data als wichtiger Treiber für digitale Geschäftsmodelle genannt.

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