Sachsen-Anhalt verabschiedet IT-Strategie

Neukonzipierte IT-Steuerung soll Verwaltungsmodernisierung fördern

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Ziele der Strategie

Weiter heißt es dazu: „Ziel der Verwaltungsmodernisierung im Land Sachsen-Anhalt ist die Stärkung des Standortes. Die IT-Strategie zielt dabei auf den unterstützenden, auf Kontinuität und Wirtschaftlichkeit zielenden Einsatz einer leistungsfähigen und modernen Informations- und Kommunikationstechnologie (IT). Der IT fällt aufgrund der sich rasant verändernden technischen Möglichkeiten eine Schlüsselrolle zu, wo möglich und nötig die Modernisierung der Verwaltung auch als Ordnungsfaktor zu begleiten; der Einsatz der IT ist dabei nie Selbstzweck.“

Staatsminister Robra erklärte dazu: „Die Menschen interessiert weniger, wer für was zuständig ist. Sie wollen ihre Verwaltungsangelegenheiten möglichst zügig und unbürokratisch online erledigen. Hier sind Land und Kommunen gleichermaßen gefordert. Das Land ist dabei insbesondere in der Pflicht, Standardlösungen zu entwickeln und den Kommunen anzubieten.“

Zur Erreichung dieser Vorgaben legt die verabschiedete Strategie folgende Maßnahmen fest:

  • Elementarer organisatorischer Bestandteil der IT-Strategie ist die Ausrichtung auf einen zentralen IT-Dienstleister für die gesamte Landesverwaltung. Die Landesverwaltung soll so über einen Dienstleister verfügen, der vom Betreiben zentraler IT-Aufgaben bis hin zur Abwicklung von eGovernment-Prozessen alles erbringt und eine wesentliche Reduzierung der derzeit rund 300 IT-Betriebsstätten möglich macht. So soll durch den Aufbau einer zentralen diensteorientierten IT-Architektur eine offene, skalierbare und sichere Basis für die Unterstützung der Prozesse der Landesverwaltung durch die IT geschaffen werden.
  • Zweiter Baustein der IT-Strategie ist die konsequente Standardisierung von Soft- und Hardware und der Einsatz von offenen Standards und Open-Source-Produkten in der Landesverwaltung. Bei allen IT-Verfahren hat die Verwendung von Standardsoftware und existierenden Lösungen Vorrang vor Neuanschaffungen oder Eigenentwicklungen.
  • Ein dritter Schwerpunkt ist der Ausbau des IT-Controllings. Der zielgerichtete Einsatz der jährlichen IT-Mittel in Höhe von über 50 Millionen Euro erfordert eine umfassende Steuerung aufgrund einheitlicher Vorgaben. Durch die einheitliche IT-Strategie des Landes sollen mittel- und langfristig die Grundlagen für die IT-Konsolidierung in der Landesverwaltung gelegt und damit der weitere wirtschaftliche Einsatz der Haushaltsmittel ermöglicht werden.

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