Gründung der Innovation Mine Neues Projekt – Gleiches Konzept?

Von Eva Hornauer

Eine Kooperation zwischen dem Saarland, dem Institut für Wirtschaftsinformatik im deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem nordrhein-westfälischen Konzern PROSOZ Herten GmbH soll KI-Technologien für den Public Sector entwickeln. Die Kooperation erinnert an das Joint Innovation Lab (JIL) aus Schleswig-Holstein.

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Die Innovation Mine soll KI-Lösungen für den Public Sector entwickeln
Die Innovation Mine soll KI-Lösungen für den Public Sector entwickeln
(© Gajus – stock.adobe.com)

Die Innovation Mine – ein Kooperationsprojekt der PROSOZ Herten GmbH, des Saarlandes und des DFKI Saarbrücken – soll als ein „Forschungs- und Entwicklungslabor zur Gestaltung und Erprobung moderner Technologien, Automatisierungsansätze und digitaler Prozesse für die Öffentliche Verwaltung agieren.“

Dabei wird Künstliche Intelligenz (KI) als eine vielversprechende Zukunftstechnologie für den Public Sector ins Zentrum von Forschung und Entwicklung gestellt. „Die Gründung der Innovation Mine ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Modernen Staat. Während Bund, Länder und Kommunen mit der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) die Voraussetzungen für die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen schaffen, greift die neue Innovationsschmiede die Herausforderungen der Zukunft auf“, so der CIO des Saarlandes, Ammar Alkassar.

Gründungsmitgleider der innovation Minde – v.l.n.r: D.Miller, C.Krüger, Dr. H. Thewes, C.Rupp, A. Baltissen , A. Alkassar, Prof. Dr. P. Loos, T.Rattmann, M. von den Benken, T. Kniepmeyer
Gründungsmitgleider der innovation Minde – v.l.n.r: D.Miller, C.Krüger, Dr. H. Thewes, C.Rupp, A. Baltissen , A. Alkassar, Prof. Dr. P. Loos, T.Rattmann, M. von den Benken, T. Kniepmeyer
(© PROSOZ Herten GmbH)

Auch mit dabei ist Christian Rupp, Chief Digital Officer bei PROSOZ. Der ehemalige Exekutivsekretär E-Government im österreichischen Bundeskanzleramt war bereits als Chief Innovation Officer der MACH AG im JIL involviert.

„Als Schnittstelle für Wissenschaft, IT-Wirtschaft und Verwaltung und Forschung fördert das Joint-Innovation-Lab den Wissenstransfer. So kommen wir an innovative und praxisorientierte Lösungen“, erklärte der damalige Ministerpräsident Daniel Günther bei der Eröffnung des JIL 2018.

Die nötige Expertise bringt Rupp für das nordrhein-westfälisch-saarländische Projekt also mit. Unterscheiden würden sich die beiden Ansätze zum einen in der Ausgangssituation und zum anderen hinsichtlich ihrer Gründungsmitglieder, so Rupp.

Die Zusammenarbeit mit den Ländern Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ist das erste Projekt der Innovation Mine. „Die Innovation Mine hat zum Ziel, den Transfer wegweisender Technologien von der Wissenschaft in die Praxis voranzutreiben. Die Öffentliche Verwaltung muss durch innovative Projekte in der digitalen Welt schneller werden und ihre Prozesse vereinfachen“, so Prof. Dr. Peter Loos vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz.

Der Name „Innovation Mine“ ist Programm – ihren Sitz haben sowohl die Firma PROSOZ als auch das DFKI Saarbrücken in einer ehemaligen Zeche (PROSOZ) bzw. in einer ehemaligen Bergbauregion (DFKI). „10 Jahre nach Schließung des letzten Steinkohlebergwerkes im Saarland und 20 Jahre nach der Schließung der Zeche Ewald in Herten entsteht heute die Innovation Mine als virtuelle digitale Zeche in Kooperation von Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft.“

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