Suchen

Für alle Patienten und ohne Infektionsrisiko Neues Analysesystem für Gerinnungsdiagnostik

| Autor: Ira Zahorsky

Das Xprecia-Stride-Analysesystem von Siemens Healthcare soll der wachsenden Nachfrage für schnelle und zuverlässige PT/INR-Tests in medizinischen Einrichtungen und ambulanten Kliniken gerecht werden. Ein Vorteil ist der USB-Anschluss zum schnellen Datenaustausch sowie der integrierte Barcode-Scanner.

Firmen zum Thema

Das neue Point-of-Care System für die Gerinnungsanalyse Xprecia Stride von Siemens Healthcare Diagnostics
Das neue Point-of-Care System für die Gerinnungsanalyse Xprecia Stride von Siemens Healthcare Diagnostics
(Bild: Siemens AG / Healthcare)

Mehr als 800 Millionen PT/INR-Tests (Thromboplastinzeitmessung) werden dieses Jahr weltweit durchgeführt. Sie kommen im Rahmen verschiedener Krankheiten und deren Therapie zum Einsatz, zum Beispiel bei Vorhofflimmern, minimalinvasivem Herzklappenaustausch, starker Venenthrombose oder angeborenen Herzfehlern.

Das Koagulationsanalysegerät Xprecia Stride wiegt nur 300 Gramm und ist nicht wesentlich größer als ein Smartphone. Eine wichtige Eigenschaft ist, dass nicht der Finger an das Analysesystem herangeführt werden muss, sondern dass der Blutstropfen in jedem Winkel direkt von der Fingerspitze des Patienten aufgenommen werden kann. Das soll einen einfachen und praktischen Arbeitsablauf ermöglichen. Die Ergebnisse werden als PT-Wert (Prothrombinzeit, in Sekunden), oder als absoluter INR-Wert (International Normalized Ratio) dargestellt.

„Im Gegensatz zu unseren bisherigen Point-of-Care-Analysesystemen können wir mit dem Xprecia Stride alle Patienten testen“, sagt Hämatologin Dr. Maria Labrador vom Cruz Roja Krankenhaus in Cordoba, Spanien.

Ein integrierter Barcode-Scanner soll darüber hinaus die Arbeitsabläufe vereinfachen. So ist es beispielsweise möglich, für eine akkurate Kalibrierung vor dem Testen neue Chargennummern durch simples Einscannen zu erfassen.

Auf Knopfdruck kann der benutzte Teststreifen mittels Sprungfedertechnik ohne Berührung ausgeworfen werden. Der gebrauchte Streifen kann so ohne Infektionsrisiko für den Anwender entsorgt werden.

Durch den integrierten USB-Anschluss kann das Analysegerät zum schnellen Datenaustausch an den Computer angeschlossen werden. Animationen auf dem Farbdisplay führen den Nutzer zudem Schritt für Schritt durch das Testverfahren.

(ID:43561939)

Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS