Anreize für kostenbewusstes Handeln

Neue Steuerungsmethoden bringen Kirchen finanziellen Spielraum

03.03.2010 | Autor / Redakteur: Dr. Margrit Müller-Ontjes / Gerald Viola

Mach-Vorstand Dr. Margrit Müller-Ontjes
Mach-Vorstand Dr. Margrit Müller-Ontjes

Fast jeder dritte Bürger in Deutschland ist evangelisch oder katholisch. Beide Kirchen nehmen wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahr. Sie reichen von der Seelsorge über karitative und soziale Dienste bis hin zur Kinderbetreuung. Die Rahmenbedingungen für die kirchliche Arbeit haben sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Sinkende Mitgliederzahlen, der demografische Wandel und die hohen Unterhaltungskosten für die teilweise Jahrhunderte alten Bauten engen die finanziellen Spielräume zunehmend ein.

In vielen Kirchenverwaltungen ist deshalb – häufig früher als beispielsweise im staatlichen Bereich – ein starkes Bewusstsein für betriebswirtschaftliche Instrumente und neue Steuerungsmethoden gewachsen. Im Fokus stehen in erster Linie eine erhöhte Transparenz, ein größeres Kostenbewusstsein und eine bessere Datenbasis als Grundlage für Managemententscheidungen.

Die Mach AG, zu deren Kunden rund ein Drittel aller deutschen katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen zählt, hat viele kirchliche Verwaltungen in den letzten Jahren auf ihrem Weg begleitet. Ein Blick auf drei dieser Einrichtungen zeigt beispielhaft, welche Fortschritte sich durch die gezielte IT-Unterstützung des Finanzwesens erzielen lassen.

Spezielle Herausforderungen

Das kirchliche Finanzwesen steht vor besonderen Herausforderungen. Denn es geht dabei auch darum, die seelsorgerischen und sozialen Aufgaben und die damit verbundenen Ziele zu sichern. Gerade der Bereich Seelsorge kann sich niemals völlig in „Kosten“ erschöpfen, sondern gehört inhaltlich formuliert zur „Kernkompetenz“ jeder Glaubensgemeinschaft. Es gilt dennoch, dieses Thema in der Doppik als Aufgabe zu berücksichtigen und mit Zielen zu verbinden.

Auch die Abbildung einer großen Anzahl von Rechtsträgern ist eine Herausforderung, die eine bedarfsgerechte Software gut unterstützen muss. Daneben sind umfangreiche Berichtswerkzeuge als Basis für die wichtige Gremienarbeit erforderlich, um Informationen in einer ansprechenden Darstellung stets aktuell aufzubereiten. Zusätzliche Komponenten, wie eine Spenden- oder die Darlehensverwaltung, sollten ebenfalls integrierter Bestandteil des IT-Systems sein, um keine isolierten Nebenbücher führen zu müssen.

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