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Mietmodell bietet Vorteile bei Kosten, Skalierbarkeit und Funktionsumfang Neue Impfstrategien mithilfe von Public Cloud

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Nur solche Funktionen nutzen, die wirklich gebraucht werden – das ist die Stärke von Services aus der Cloud. Ein Beispiel für die gebrauchsgerechte und flexible Softwarenutzung ist ein Projekt, das das Ulmer Systemhaus Fritz & Macziol bei ImevaX, einem Spin-off der Technischen Universität (TU) München, umgesetzt hat.

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Eine Public-Cloud-Lösung auf Basis von Microsoft Office 365 vernetzt weltweite Forschungsaktivitäten zur Entwicklung neuartiger Impfsstoffe gegen global auftretende Infektionskrankheiten.
Eine Public-Cloud-Lösung auf Basis von Microsoft Office 365 vernetzt weltweite Forschungsaktivitäten zur Entwicklung neuartiger Impfsstoffe gegen global auftretende Infektionskrankheiten.
(Bild: ImevaX)

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der TU München ist auf die Identifikation von Erregern und die Bestimmung ihrer Resistenzen spezialisiert.

Als Teil des GoBio-Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) arbeitet das Spin-off Projekt ImevaX der Forschungsgruppe von Prof. Gerhard an der Entwicklung hoch spezifischer Impfstoffe gegen Krankheitserreger chronischer Infektionskrankheiten.

Im Institut trug die von modernen IT-Lösungen unterstützte Teamarbeit essentiell zum Erfolg der Forschungsarbeit bei. Jetzt sollte die reibungslose und schnelle Zusammenarbeit der Forscher in weltweiten wissenschaftlichen Projekten mit neuen IT-Lösungen weiter gewährleistet sowie die Informationsbereitstellung optimiert unterstützt werden.

Zunächst zog ImevaX eine lokale Installation in Betracht, da ursprünglich nur 7 Anwender damit arbeiten sollten.

IT-Projektleiter Dr. Christian Bolz interessierte sich für eine Microsoft SharePoint-Lizenz ohne Office für Kleinunternehmen. Bei der Analyse der Situation im Institut vor Ort durch das Ulmer Systemhaus Fritz & Macziol kristallisierte sich jedoch die Online-Plattform Microsoft Office 365 als die für die aktuellen und künftigen Anforderungen als weitaus besser geeignet und dazu noch kostengünstigere Alternative heraus.

Im Rahmen der Office-365-Plattform können grundsätzlich die Server Exchange Online, SharePoint Online und Lync Online in unterschiedlichen Ausprägungen genutzt werden. Im Bereich Enterprise („E“) sind seitens Microsoft verschiedene Nutzungspläne (1-4) hinterlegt. Auf Empfehlung von Fritz & Macziol entschied sich ImevaX für die Varianten Office 365 E1/E2. Diese kam dem Anforderungsprofil und der geplanten Ausgründung der ImevaX aus der TU München am besten entgegen.

Office 365 E1 beinhaltet neben den drei Server-Produkten zusätzlich lokale Lync Clients sowie die Outlook Web App für die E-Mail-Bearbeitung im Browser. Ergänzend dazu kommen bei Office 365 E2 die Office Web Apps in Form der Online-Varianten von Word, Excel, Power Point und OneNote hinzu.

Die ImevaX hat sich für ein Jahresabonnement von Office 365 mit SharePoint entschieden. Obwohl bei der Nutzung in erster Linie SharePoint Online zum Einsatz kam, war dieses Abo-Modell insgesamt günstiger als der ursprünglich geplante Kauf einer Unternehmenslizenz nur für SharePoint alleine – bei einem viel größeren Funktionsumfang.

Besonders die Funktionen Live- und Multi-Autoren-Bearbeitung sowie die Outlook Web App ermöglichen eine extrem schnelle Arbeitsfähigkeit und erleichtern das kooperative Schreiben von Studien.

Durch die Anbindung des Verzeichnisdienstes, des so genannten Active Directorys, können Benutzer alle Office- und SharePoint-Dienste zudem ohne zusätzliche Anmeldung nutzen. Die in Office 265 enthaltenen Lizenzen für 20 Nutzer sind für das Forschungsunternehmen absolut ausreichend.

Die zurzeit rund 20 Anwender nutzen die unterschiedlichen Teilbereiche der cloud-basierten Plattform, indem sie Daten, Analysen und Ergebnisse nun zentral ablegen, diese anderen bereitstellen, speichern und gemeinsam bearbeiten. Damit hat sich der Informationsaustausch verbessert. Zudem werden Inkompatibilitäten innerhalb der Software verhindert, da alle stets mit der gleichen, aktuellen Version arbeiten.

Doch nicht nur die Forschungsgruppe, auch die IT-Abteilung profitiert von der neuen Online-Lösung. Zum einen entfällt der Administrationsaufwand, der bei einer lokalen Installation angefallen wäre. Zudem lässt sich die Lösung einfach per Mausklick um weitere Services ergänzen oder erweitern, falls sich die Projektgruppe vergrößern sollte.

Dr. Christian Bolz, Leiter Process Development bei ImevaX, ist entsprechend zufrieden mit der Entscheidung: „Die von Fritz & Macziol entworfene Cloud-Lösung bietet uns nicht nur besondere Kostenvorteile. Vielmehr profitieren wir auch von weit mehr Funktionen gegenüber dem ursprünglich angedachten Modell, eine SharePoint-Unternehmenslizenz zu kaufen.“

Bei Fritz & Macziol ist man ein klein wenig stolz, als Projektpartner indirekt zum Erfolg wichtiger wissenschaftlicher Forschungsaktivitäten beitragen zu können. Für Jörg Mecke, Bereichsleiter Cloud Platform & Business Productivity, verdeutliche die Office-365-Installation bei ImevaX „die Leistungsstärke von Cloud-Lösungen, insbesondere das Potenzial der Public Cloud“. In diesem speziellen Falle helfe die Public Cloud, dass sich nicht nur eine kleiner, lokaler Forscherkreis, sondern ein internationaler Forschungsverbund an der Impfstoffentwicklung beteiligen könne.

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