Milliardengrab eGK bald mit Organspende

Neue elektronische Gesundheitskarte in fünf Jahren schon Makulatur

| Redakteur: Gerald Viola

Wir erinnern uns: Durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vom 14. November 2003 wurde die Einführung der eGK zum 1. Januar 2006 gesetzlich festgeschrieben. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt präsentierte die Karte 2004 auf der CeBIT.

Für die Einführung und künftige Weiterentwicklung der eGK haben die Spitzenverbände der Selbstverwaltung im Januar 2005 die Betriebsorganisation gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) gegründet.

Die Umsetzung zum 1. Januar 2006 scheiterte jedoch. Am 27. September 2005 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) deshalb eine Ersatzvornahme angekündigt.

Im Zuge dieser Neuordnung wurde am 5. Oktober 2006 mit Wirkung zum 12. Oktober 2006 eine Neufassung der Verordnung über Testmaßnahmen für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (Elektronische Gesundheitskarten-Verordnung – GesKVO) erlassen.

Auf der CeBIT 2010 sagte Gesundheitsminister Rösler: „Wir gehen schrittweise vor und beginnen mit einer erweiterten und datenschutzrechtlich sicheren Krankenversichertenkarte.“

2011 begann die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarten durch Krankenkassen an die Versicherten. Vorerst enthält die elektronische Gesundheitskarte neben einem Lichtbild die gleichen Verwaltungsdaten wie die Krankenversichertenkarte.

Der amtierende Gesundheitsminister Daniel Bahr verbreitet weiter Optimismus: „Die elektronische Gesundheitskarte wird durch die schnellere Verfügbarkeit von Notfall- und sonstigen Behandlungsdaten zu einer wesentlichen Verbesserung der medizinischen Behandlung führen.“

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Wenn ich mir überlege, dass mein Zahnarzt noch heute die Karteikarte aus meiner Kindheit nutzt und...  lesen
posted am 30.05.2012 um 10:30 von Unregistriert


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