Hessen macht gute Erfahrungen mit landesweitem Enterprise Data Warehouse

Neue Datenstrukturen braucht das Land für eGovernment

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Daneben sollte das Schichtenmodell

  • zu einem geringeren Aufwand für die Analyse von Abweichungen sowie nicht plausibler Daten beitragen sowie (mittel- bis langfristig) zu einer schnelleren Projektabwicklung führen;
  • die Vollständigkeit der steuerungsrelevanten Daten des Landes gewährleisten;
  • die Datensicherheit durch kontrollierte und bewusste Redundanz erhöhen sowie
  • einen flexibleren Einsatz von internen und externen Mitarbeitern ermöglichen.
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Eine weitere Anforderung des Landes: die zukünftige Struktur des Datenflusses muss sich an Domänen ausrichten lassen. Ziel ist es, die Skalierbarkeit des EDW durch Aufspaltung der Schichten in Teilmengen zu erhöhen. Dies, so die Grundüberlegung, führt zu einer höheren Performance und Stabilität des BI-Systems. Innerhalb des Projektes wurden verschiedene Alternativen hierzu diskutiert.

In Erwägung gezogen wurden zunächst organisatorische Merkmale wie eine Aufsplittung des Datenflusses nach Buchungskreisen oder nach den Ressorts der hessischen Landesverwaltung. Beide Alternativen wurden jedoch verworfen, da die große Anzahl der Buchungskreise zu viele Domänen ergeben hätte; die Ressorts erschienen bei näherer Betrachtung ebenfalls als ungeeignet, da sie zu sehr von politisch motivierten Umstrukturierungen abhängig sind.

Im Projekt wurde dann eine einfache Domänenaufteilung nach Ist- und Plandaten vorgenommen, die im für das Projekt relevanten CO-Umfeld konsequent anwendbar ist.

Das EDW-Projekt wurde ab Oktober 2008 in drei Phasen umgesetzt. Unterstützung in Form von Beratungsleistungen erhielt das HCC dabei durch die SAP AG und durch Logica. Schon zu Beginn war allen Beteiligten klar, welche technischen Herausforderungen ein solches Projekt in sich birgt, galt es doch, die bestehenden BI-Lösungen vollständig auf eine EDW-Basis umzustellen und zudem vorhandene BI-Anwendungen zu remodellieren, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

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