Hessen macht gute Erfahrungen mit landesweitem Enterprise Data Warehouse

Neue Datenstrukturen braucht das Land für eGovernment

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Schichtenmodell gegen Wildwuchs

Im Jahr 2008 hat das Land daher begonnen, dieser Entwicklung durch den Aufbau eines neuen übergreifenden EDW zu begegnen. Es sollte eine landesweit einheitliche Datenstruktur für BI-Analysen bereitstellen und zugleich bestehende BI-Anwendungen miteinander harmonisieren. Das Projekt wurde nach 19 Monaten Umsetzungsdauer erfolgreich abgeschlossen.

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Die Planung und Implementierung oblag dem Hessischen Competence Center für Neue Verwaltungssteuerung (HCC) mit Sitz in Wiesbaden. Gegründet als Dienstleistungszentrum und zertifiziertes SAP Customer Center of Expertise für die gesamte Hessische Landesverwaltung, unterstützt das HCC Landeseinrichtungen bei der Einführung und dem Betrieb von IT-Lösungen auf Basis von SAP-Software.

Die technische Ausgestaltung des SAP-Betriebs liegt in den Händen der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung (HZD). Das Hessische Ministerium der Finanzen nahm die verantwortliche Koordination des Projektes wahr.

Aufbauend auf der Grundsatzentscheidung des Hessischen Ministeriums der Finanzen implementierte das HCC die Neuausrichtung der BI-Strukturen für ein EDW auf Basis einer Schichtenarchitektur. Ziel war es, ein Data Warehouse zu entwerfen, das als Grundlage für eine landesweite Datenhaltung im Rechnungswesen, der Logistik und im Personalwesen dienen kann.

Die Schichtenarchitektur selbst sollte dazu beitragen, formale und inhaltliche Inkonsistenzen in den Berichtsaussagen verschiedener Berichte zu vermeiden und fachlich getrennte Domänen, wie beispielsweise Controlling und HR, miteinander in Beziehung zu setzen. Innerhalb der Architektur selbst übernimmt jede Schicht definierte Aufgaben für das Gesamtsystem.

Das heißt, dass für die Datenmodellierung standardisierte Werkzeuge und Verfahren bereitstehen, die Komplexität im BI-Prozess reduzieren und die Transparenz der Analyseprozesse erhöhen.

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