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IT-Berufsausbildung von Grund auf neu gestaltet Neue Ausbildungsverordnungen für vier IT-Berufe

Autor: Elke Witmer-Goßner

Mit dem neuen Ausbildungsjahr können Auszubildende im Bereich Informationstechnik aus vier neu gestalteten Berufen wählen. Die bestehenden Berufe wurden von Grund auf umstrukturiert und an aktuelle wirtschaftliche und technologische Entwicklungen angepasst.

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Die Ausbildung in vier IT-Berufen wurde an die wirtschaftliche und technologische Entwicklung angepasst.
Die Ausbildung in vier IT-Berufen wurde an die wirtschaftliche und technologische Entwicklung angepasst.
(Bild: gemeinfrei© Gerd Altmann / Pixabay )

In allen Berufen werden die Themen Datenschutz und IT-Sicherheit fachübergreifend vertieft. Außerdem spielen künftig soziale Kompetenzen eine größere Rolle. Die Abschlussprüfung wird in zwei Prüfungen geteilt, die zu zwei Zeitpunkten in der Ausbildung stattfinden.

Im Einzelnen können seit 1. August 2020 folgende IT-Berufe erlernt werden:

Fachinformatiker/-in:
Fachinformatiker/-innen sind Computerexperten und erste Ansprechpartner bei technischen Fragen rund um Software. Die Ausbildung wird um zwei weitere Spezialisierungsmöglichkeiten erweitert. Neben Anwendungsentwicklung und Systemintegration können sich Fachinformatiker/-innen künftig auch in Digitaler Vernetzung sowie Daten- und Prozessanalyse spezialisieren.

Kaufmann/-frau für IT-System-Management:
Kaufleute für IT-System-Management entwickeln IT-Lösungskonzepte, beraten Kunden, bieten IT-Systeme an und beschaffen die Hard- sowie Software. Außerdem erledigen sie kaufmännische Tätigkeiten in Bereichen wie Marketing und Vertrieb. In der Ausbildung werden künftig brancheninterne Vermarktung und Management von IT schwerpunktmäßig vermittelt.

Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement:
Kaufleute für Digitalisierungsmanagement analysieren Daten und Prozesse und entwickeln digitale Geschäfts- sowie Wertschöpfungsprozesse weiter. Sie beschaffen IT -Systeme und fungieren als Schnittstelle zwischen dem kaufmännischen und dem IT-Bereich. In der Ausbildung liegt der Fokus künftig verstärkt auf branchenübergreifendem Management von IT-Prozessen, um den wirtschaftlichen Nutzen für Unternehmen aus der Digitalisierung zu ziehen.

IT-System-Elektroniker/-in:
IT-System-Elektroniker/-innen planen und installieren kundenspezifische Systeme der IT-Technik, konfigurieren sie und nehmen sie in Betrieb. Sie warten die Systeme, analysieren Fehler und beseitigen Störungen. Daneben beraten und schulen sie Kunden. Neu in der Ausbildung sind die elektrotechnischen Inhalte, die überarbeitet und aktualisiert wurden.

Die rasante Entwicklung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz, Virtual Reality oder Quantencomputing mache es notwendig, die in die Jahre gekommenen Ausbildungsverordnungen anzupassen. Daher solle jeder, der eine IT-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, mit seinem Wissen auch sofort in der Praxis loslegen können, sagt Bildungsexpertin Nina Brandau vom Branchenverband Bitkom, der an der Neuordnung der IT-Berufe mitgewirkt hat. Mit den Berufen ändern sich auch die Lehrpläne der Berufsschulen – und die Anforderungen an die Lehrkräfte. Brandau: „Das Lehrpersonal muss darauf vorbereitet werden, die neuen Inhalte zu vermitteln, und dafür gezielt geschult werden. Dafür bedarf es einer engen Abstimmung und auch Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen.“

Für Ausbildungsberufe gelten bundesweite Standards, die in Ausbildungsverordnungen geregelt sind. Diese wurden im Zuge eines Sachverständigenverfahrens bis Juli 2019 überarbeitet und neu formuliert. Nach der Prüfung durch die zuständigen Gremien, unter anderem im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und im Länderkoordinierungsausschuss, wurden die neuen Verordnungen am 5. März 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die neuen Ausbildungsverordnungen traten zum 1. August 2020 in Kraft und werden zum neuen Ausbildungsjahr somit erstmals in der IT-Ausbildung umgesetzt.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de