Evangelisches Krankenhaus Kommunikation und klinische Prozesse

Netzwerk-Arznei hält die Klinik immer gesund

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Mobilität auf dem Vormarsch

Nahtlos angebunden an das festverkabelte Cisco-Catalyst-Netzwerk ist ein Wireless LAN, das drahtlosen Netzzugang in allen Gebäuden und auch in Außenarealen bietet. „Dank mobiler Cisco IPPhones sind Ärzte und Pflegekräfte überall auf der Station telefonisch erreichbar, und nicht nur wie früher im Schwesternzimmer. Das alte Pipersystem für Ärzte haben wir längst ausgemustert“, erläutert Falk Siebke, Leiter Technik im KEH.

Auch Patientenrufe sollen automatisch auf die IP-Telefone der Pflegekräfte umgeleitet werden. Rund 200 Cisco IP Phones sind derzeit im Einsatz. Ab 2009 sollen sogenannte Dual-Band-Handys hinzukommen, mit denen dann zum Beispiel bei Krankentransporten unterwegs via GSM und innerhalb des Klinikgeländes via Wireless LAN telefoniert werden kann.

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Ein erstes Einsatzbeispiel für die Lokalisierungsmöglichkeiten drahtloser Clients bietet das Schwesternnotrufsystem: Dank Ortung eines Tags im Wireless LAN ist in Gefahrensituationen sofort der Aufenthaltsort einer Pflegekraft bekannt. Prinzipiell lässt sich zudem jedes bewegliche medizinische Equipment mit Tags kennzeichnen – und darüber bis auf wenige Meter genau im Wireless LAN lokalisieren.

Insgesamt zählt das drahtlose Kliniknetzwerk zurzeit gut 400 Cisco Aironet Access Points (APs). „Die richtige Positionierung der APs und deren Parametrierung konnte erst in einer bis dahin einmalig komplexen Funkausleuchtung durch unsere Techniker ermittelt werden“, erklärt Kurt Behrens, Account Manager der globits GmbH. Neben verbesserter Erreichbarkeit dient das WLAN auch dem mobilen Zugang zum Klinikinformationssystem (KIS).

Bei der morgendlichen Visite der Neurologie steht dem Stationsarzt per meepl.medicus die komplette digitale Patientenakte zur Verfügung. Diagnosen und geplante Therapieschritte werden unmittelbar am Krankenbett in das zentrale KIS eingegeben.

„Also keine nachträgliche Erfassungsarbeiten mehr“, so Falk Siebke weiter. „Das bringt eine beträchtliche Zeitersparnis für Schwestern und Pfleger, die sich folglich intensiver um die Patienten kümmern können.“

Via Wireless LAN erfasst werden überdies die Essenwünsche der Patienten. Auch im Küchenbereich der Klinik ist Mobilität auf dem Vormarsch. Das aufwendige und kostspielige Handling von Papierlisten verschwindet zusehends aus den KEH-Prozessen.

Einheitlichtes Management, mehr Flexibilität

Auf die Frage, warum das KEH in allen wichtigen Infrastrukturbereichen Netzwerk- und Unified-Communications-Lösungen von Cisco favorisiert, antwortet Ralf Korzendorfer lakonisch: „Weil das Portfolio dieses Anbieters all unsere Anforderungen in umfassender Weise adressiert.“ Zudem böte die langfristige Entwicklungsperspektive, die Cisco für seine Technologie garantiert, dem KEH ein hohes Maß an Zukunftssicherheit und Investitionsschutz.

Mit Bezug auf die laufenden Managementkosten fügt Technik-Leiter Siebke hinzu: „Wir haben heute fast eine homogene Infrastruktur, die sich überwiegend mit Bordmitteln des Cisco-Betriebssystems hocheffizient warten und weiterentwickeln lässt.“ Im Vergleich zur alten Telefonanlage habe sich insbesondere die technische Prozedur bei einem Mitarbeiterumzug um Größenordnungen vereinfacht.

Früher musste ein Spezialist in jedem Einzelfall vor Ort Konfigurationsänderungen an der Anlage vornehmen. Heute meldet sich der Mitarbeiter am IP-Phone seines neuen Arbeitsplatzes an – und schon stehen alle persönlichen Voreinstellungen ohne fremde Hilfe zur Verfügung.

Neben minimiertem Aufwand für die IT-Abteilung bedeutet das vor allem auch sofortige Erreichbarkeit und Arbeitsfähigkeit am neuen Arbeitsplatz. Kein unwichtiger Punkt, immerhin befindet sich das KEH seit Jahren in einer bis 2012 geplanten Sanierungsphase – und da sind Umzüge keine Ausnahme, sondern an der Tagesordnung.

„Das KEH liefert ein exemplarisches Beispiel dafür, wie durch Einsatz innovativer Technologien die Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen gesteigert und gleichzeitig die medizinische und pflegerische Betreuungsqualität für Patienten spürbar verbessert werden kann“, kommentiert Axel Barthel, für das KEH zuständiger Account Manager von Cisco.

Ralf Korzendorfer hebt abschließend die Offenheit der Cisco-Plattform hervor, die seinen Worten zufolge erst die Voraussetzung schafft, um Abläufe den individuellen Erfordernissen einer Klink gemäß permanent zu optimieren. Denn für ihn gilt: „Erst kommen die Prozesse, und dann die Technologie.“

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