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Nationales Waffenregister enthüllt: 5,5 Millionen legale private Waffen

| Redakteur: Gerald Viola

Daten von rund 550 Waffenbehörden in Deutschland zentral gespeichert
Daten von rund 550 Waffenbehörden in Deutschland zentral gespeichert (Foto: farmer - fotolia.com)

Seit Jahresanfang wissen es die Behörden ganz genau: Es gibt in Deutschland rund 5,5 Millionen legal im Privatbesitz befindliche Waffen. Schät­zun­gen schwankten bisher zwischen fünf und über zehn Millionen. Klarheit schaffte das Nationale Waffen­register, mit dem eine EU-Richtlinie umgesetzt wurde: zwei Jahre früher als gefordert.

Das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln nahm zum Jahreswechsel die zentrale Komponente des Nationalen Waffenregisters (NWR) in Betrieb. Nunmehr können berechtigte Stellen zentral auf die Daten von rund 550 Waffenbehörden zugreifen. Zeit- und kostenaufwendige Recherchen bei jeder einzelnen Waffenbehörde entfallen.

Das Nationale Waffenregister
Das Nationale Waffenregister (Grafik: BMI)

Auch der Datenaustausch zwischen den Waffenbehörden, die bislang untereinander nicht vernetzt waren, wurde standardisiert und auf eine tragfähige Basis gestellt. Sämtliche Waffenbehörden kommunizieren synchron über den XÖV Standard XWaffe mit der zentralen Komponente des Nationalen Waffenregisters.

Für die deutsche Waffenverwaltung bedeutet dies einen großen Schritt in Richtung Verwaltungsmodernisierung und -vereinfachung.

Umzüge von Waffenbesitzern, Überlassungsprozesse und andere Geschäftsvorfälle können behördenübergreifend bearbeitet werden, wodurch die bisher erforderliche redundante und fehleranfällige Neuerfassung in jeder Waffenbehörde vermieden wird.

„Nach den intensiven Vorbereitungen in den letzten Monaten freuen wir uns, dass es jetzt richtig losgeht. Die Registervorgänge laufen wie geplant ab“, sagt Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes.

„Das Bundesverwaltungsamt hat in diesem Projekt einmal mehr seine Kompetenz bei der Errichtung wichtiger Verfahren im Bereich der öffentlichen Sicherheit unter Beweis gestellt. Wir konnten in der Zusammenarbeit mit verschiedenen öffentlichen Verwaltungen in einem komplexen Umfeld mit unzähligen Abhängigkeiten sicherstellen, dass dieses prioritäre IT-Projekt in dem dafür vorgesehenen Kostenrahmen zeitgerecht realisiert wurde.“

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