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News Nationales Portal für Geodaten soll zweistellige Marktzuwächse ermöglichen

Redakteur: Gerald Viola

Laut Branchenorganisation BITKOM hat sich der Markt für Geodaten sich in den vergangenen Jahren eher schleppend entwickelt. Der Grund dafür sei darin zu sehen, dass die von der Öffentlichen

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Laut Branchenorganisation BITKOM hat sich der Markt für Geodaten sich in den vergangenen Jahren eher schleppend entwickelt. Der Grund dafür sei darin zu sehen, dass die von der Öffentlichen Hand erstellten Informationen in einer Vielzahl von Katasterämtern und anderen regionalen Behörden lagerten. Es sei bisher eine Sisyphusarbeit, an die Geodaten zu gelangen. Mit dem nun auf den Weg gebrachten nationalen Portal für Geodaten habe das Bundeskabinett den Markt für Geoinformationen jedoch von „einem von einem großen Bremsklotz befreit“ verlautete der Verband.„Wir begrüßen diesen Beschluss ausdrücklich. Von dieser Wissensbasis werden alle profitieren: Bürger, Verwaltung und Wirtschaft“, betonte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Im Jahr 2007 betrug der Umsatz der Branche 1,5 Milliarden Euro. Für 2008 erwartet der Hightech-Verband rund 1,6 Milliarden Euro. Der Hightech-Verband rechnet infolge des Gesetzes mit einem deutlichen Wachstum. Scheer: „Ab 2011, wenn die Datenbank umfassend funktionsbereit ist und Daten in der erforderlichen Qualität vorliegen, wird das volle Markt- und Arbeitsplatzpotenzial erschlossen und der Markt zweistellig zulegen. Zuwachsraten von 10 bis 12 Prozent sind realistisch.“Kritik übte der BITKOM jedoch an anderer Stelle. „Leider fehlen klare Regeln dafür, unter welchen Voraussetzungen auf Geodaten zugegriffen werden darf. Wir hätten uns außerdem eine Schiedsstelle sowie einen zentralen Ansprechpartner für das Lenkungsgremium des neuen Geoportals im Sinne der Dienstleistungsrichtlinie gewünscht“, sagt Scheer. Immerhin helfe der einfache Zugang zu diesen Daten zum Beispiel dem Katastrophenschutz, der Immobilienberatung oder der Netzplanung im Mobilfunk. Scheer: „So werden staatliche Abläufe effizienter und Doppelarbeit wird vermieden – etwa im Katastrophenschutz. Das hilft Steuern sparen.“

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