Digitalisierung bedingt Cybersecurity

Nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE eröffnet

| Redakteur: Ira Zahorsky

Das nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE wurde von der hessischen Wissenschaftsministerin Angela Dorn, dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer und der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek eröffnet.
Das nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE wurde von der hessischen Wissenschaftsministerin Angela Dorn, dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer und der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek eröffnet. (Bild: BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE mit Sitz in Darmstadt hat seine Arbeit aufgenommen. Eine Aufgabe der Cybersicherheitsforschung ist es, die Risiken der Digitalisierung zu minimieren, um die Chancen besser nutzen zu können.

Experten des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT und des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD entwickeln gemeinsam mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt unter dem Dach des größten Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheitsforschung ATHENE Lösungen für mehr digitale Sicherheit.

„Die Sicherheit von Datennetzen betrifft uns alle im täglichen Leben. Zentrale Infrastrukturen für Stromnetze, Verkehrswege, Krankenhäuser und Verwaltung sind abhängig von sicheren Datennetzen. Unsere technologische Souveränität müssen wir stärken – für die Menschen in unserem Land und für die Wirtschaft. Mit diesem Ziel vor Augen unterstützt die Bundesregierung das nationale Forschungszentrum ATHENE“, erläutert Bundesforschungsministerin Anja Karliczek anlässlich ihres Besuchs zur Eröffnung.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass in Darmstadt das europaweit größte Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheitsforschung entstanden ist“, erklärt die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Wir als Landesregierung haben die Sicherheit in der digitalen Welt früh als zentrales Zukunftsthema erkannt und deshalb den Aufbau des Zentrums schon seit 2008 im hessischen Forschungsförderungsprogramm LOEWE massiv unterstützt. Dadurch haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich der Bund entschlossen hat, dieses Zentrum in Darmstadt zu unterstützen. Das ist ein Gewinn auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs der beiden beteiligten Hochschulen und damit für den Wissenschaftsstandort Hessen, denn anders als bei den rein außeruniversitären anderen Cybersicherheitszentren ist es uns gelungen, die Hochschulen stark einzubeziehen. Dafür danke ich der Fraunhofer-Gesellschaft und den Hochschulen sehr.“

„Cybersicherheit ist ein Grundpfeiler der Digitalisierung. Ohne sie kann die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft nicht gelingen,“ sagt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Im Forschungszentrum ATHENE werden wir zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt wirkungsvolle Lösungen erforschen und entwickeln, die dazu beitragen, das Potenzial der Digitalisierung zum Wohle aller umfänglich zu nutzen.“

Die Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt, Prof. Tanja Brühl, bestätigt dies und ergänzt: „Der Ausbau des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE ist für den Forschungsstandort Darmstadt und die Technische Universität Darmstadt ein großer Erfolg. Damit wird die Kooperation zwischen der TU und Fraunhofer im Bereich Cybersicherheit dauerhaft verstetigt. Die seit langem bestehende Forschungsexzellenz der TU Darmstadt kann also in ATHENE gemeinsam weiterentwickelt werden. Dank ATHENE gibt es keine andere Universität in Europa, die eine größer und besser ausgebaute Cybersicherheit hat als die Technische Universität Darmstadt.“

„Die Hochschule Darmstadt arbeitet innerhalb dieses einzigartigen Zentrums sehr gerne daran mit, neueste Erkenntnisse auf dem Feld der angewandten Cybersicherheit in die Gesellschaft zu tragen. Unsere Mitwirkung in diesem bedeutsamen Zentrum ist auch Beleg für die vorzügliche anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die wir an der h_da leisten“, sagt Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt.

Das Kooperationsmodell in ATHENE sieht neben der Mitwirkung der Hochschulen in einer Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft agil initiierbare Forschungsvorhaben vor, die es beispielsweise ermöglichen, schnell auf neue Typen von Schwachstellen oder Angriffen zu reagieren. Bund und Land planen die Förderung für ATHENE von aktuell 12,5 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 37 Millionen Euro im Jahr 2026 auszubauen.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46277119 / Standards & Technologie)