Open Government & Open Data

Nahe Zukunft oder ferne Vision?

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Modernisierer gegen Reformer

Open Government hat viele Befürworter, aber auch viele Bedenkenträger melden sich zu Wort und führen insbesondere die unkalkulierbaren Kosten oder nicht beherrschbaren Technologien ins Feld. Viele Government-2.0-Vorhaben können jedoch bei entsprechend vorhandenem politischen Willen auch mit wenigen Ressourcen umgesetzt werden. Gerade moderne Entwicklungen der IT, wie Cloud-Technologien, können die notwendigen Aufwände minimieren und Investitionen reduzieren. Vor allem Open-Data-Kataloge – Online-Portale, über die der Zugriff auf öffentliche Daten möglich ist – sind auch mit wenig Mitteln schnell realisierbar, egal ob auf Landes-, Behörden-, Bundes oder kommunaler Ebene. Sie ermöglichen eine größere Freiheit bei der technischen Realisierung, weil es grundsätzlich nicht um datenschutzrelevante Daten geht und das Hosting damit keinen speziellen (und damit teuren) Restriktionen unterliegt.

Folgendes Beispiel führt Anke Domscheit-Berg, Innovative Government Programs Lead bei Microsoft Deutschland, an: „Der Open-Data-Katalog der kanadischen Stadt Vancouver basiert auf kostenfreien Open-Source-Komponenten von Microsoft. Gehostet wird der Datenkatalog auf der Microsoft-Cloud-Plattform Azure. Investitionen fielen für die Stadt nicht an, die laufenden Kosten für das Hosting sind gering und entsprechen immer nur dem tatsächlichen Bedarf. Die Umsetzung eines solchen Open-Data-Kataloges dauert weniger als einen Monat“.

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