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Digitalisierung in der Medizin Nachholbedarf bei digitaler Pflege

| Autor: Ann-Marie Struck

Die Digitalisierung birgt viel Potenzial für Medizin und Pflege. In Zukunft sollen in der Medizin künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Prozesse in Diagnose und Therapie umgesetzt werden. In puncto digitaler Pflege steht Deutschland jedoch noch vor einem weiten Weg.

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Digitale Hilfsmittel werden in der Pflege noch wenig eingesetzt
Digitale Hilfsmittel werden in der Pflege noch wenig eingesetzt
(© pololia - stock.adobe.com)

Laut einer Umfrage des Bitkom sehen 41 Prozent der Befragten 1.000 Personen Deutschland in Bezug auf die Pflege eher im Mittelfeld. 28 Prozent sehen Deutschland als Nachzügler und weitere 20 Prozent sogar als schwach. Nur ein geringer Anteil bewertet Deutschschlands Position besser (8 Prozent). Bitkom-Expertin Julia Hagen bestätigt diese Annahmen: „Bei der Digitalisierung der Pflege spielt Deutschland maximal im Mittelfeld. Dagegen demonstrieren andere Länder, darunter auch viele europäische Nachbarländer, bereits, wie digitale Angebote die Pflege sinnvoll ergänzen oder erweitern können.“ Sie rät daher zu einer raschen Anpassung der politischen Ordnungsrahmen an das digitale Zeitalter.

Wie kann Pflege digital werden?

Eine Begründung der Bitkom für Deutschlands schlechte Stellung in Bezug auf digitale Pflege ist die fehlende gesetzliche Grundlage. Viele digitale Hilfsmittel werden bislang nicht von Kranken- und Pflegekassen übernommen. Dabei ist die Auswahl groß: eine Tele-Sprechstunde im Pflegeheim, eine elektronische Aktenführung oder smarte Möbel, die mithilfe von Sensoren bei Stürzen Alarm schlagen.

Um das Potenzial der Digitalisierung in der Medizin auch nutzen zu können, fordert der Bitkom deshalb auch durchgängige digitale Prozesse. Dazu gehören das elektronische Rezept, die elektronische Überweisung sowie eine vereinfachte Kommunikation und Zugang zu Informationen für Pflegende, Angehörige und auch Ärzte über eine elektronische Pflegeakte. Zudem fordert der Bitkom eine Vergütung für medizinische Versorgung unabhängig davon, ob sie vor Ort oder digital über Videosprechstunde erbracht wird.

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 Ann-Marie Struck

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Redakteurin