D21-Digital-Index 2015

Nachholbedarf bei Breitband und mobilem Internet

| Autor: Manfred Klein

(v.l.): Hannes Schwaderer (Präsident der Initiative D21), Sts Matthias Machnig (BMWi), Lena-Sophie Müller (GF Initiative D21), Dr. Malthe Wolf (TNS Infratest)
(v.l.): Hannes Schwaderer (Präsident der Initiative D21), Sts Matthias Machnig (BMWi), Lena-Sophie Müller (GF Initiative D21), Dr. Malthe Wolf (TNS Infratest) (Bild:Initiative D21)

Die Initiative D21 und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben die Ergebnisse des D21-Digital-Index 2015 vorgestellt. Mit rund 33.000 Befragten nimmt der D21-Digital-Index für sich in Anspruch, die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zu Entwicklung der Digitalen Gesellschaft. Hier die wichtigsten Ergebnisse.

Der D21-Digital-Index ist eine Weiterentwicklung des (N)ONLINER Atlas (2001-2015). Er erfasst nicht nur, ob und wie die Deutschen ins Internet gehen, sondern auch, wie sie das Internet nutzen und wo Hindernisse liegen. Im aktuellen Report wurde erstmals auch die mobile Internetnutzung erfasst.

So nutzen derzeit bereits 53,9 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren das mobile Internet. Auch die Nutzung mobiler Geräte, insbesondere von Tablets (2015: 35 Prozent; 2014: 28 Prozent) und Smartphones (2015: 60 Prozent; 2014: 53 Prozent), steigt weiter deutlich an – dabei unterscheidet sich die Nutzung in den Bundesländern stark (68,3 Prozent in Hamburg, 39,4 Prozent in Brandenburg).

Eine Steigerung ist auch bei der Nutzung neuer digitaler Dienste wie Streaming- und On-Demand-Diensten, Smart-Home-Angeboten oder elektronischer Gesundheitsdienste zu verzeichnen. Der Index bildet zudem das Datenbewusstsein und Vertrauen in die Sicherheit digitaler Angebote in der Bevölkerung ab und untersucht das Thema Arbeiten in der digitalisierten Welt.

Neue Arbeitsformen, wie zum Beispiel das Home Office, nutzen inzwischen 22 Prozent aller Berufstätigen. Hauptbarriere für eine moderne, digitalisierte Arbeit ist neben fehlenden Mitgestaltungsoptionen hinsichtlich Zeit und Ort (27 Prozent) die ständige physische Erreichbarkeit. Auch technische Barrieren, wie die Beschränkung des Internetzugangs am Arbeitsplatz (33 Prozent) erschweren noch Formen der digitalen Arbeit.

In seinem Eröffnungsstatement erläutert Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Der D21-Digital-Index zeigt die digitale Transformation der Gesellschaft und bietet uns eine wertvolle Datengrundlage, um den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Digitale Kompetenz, Vertrauen und Offenheit gegenüber den neuen Technologien sind die Voraussetzung dafür, dass jeder Einzelne und die Gesellschaft von den großen Chancen der Digitalisierung profitieren können.“

Der diesjährige Index zeige, dass wir beim Zugang zum Internet und bei der Kompetenz auf einem gutem Weg sind, so Machnig. „Wir müssen aber beim schnellen Breitband und mobilen Internet und bei der selbstbestimmten Nutzung des Internets insgesamt noch besser werden. Hieran arbeiten wir intensiv im Rahmen der Digitalen Agenda.“

Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21, sagt zu den von Dr. Malthe Wolf (TNS Infratest) vorgestellten Ergebnissen: „Für die Entwicklung der Digitalen Gesellschaft müssen der Bevölkerung die Chancen der Digitalisierung besser aufgezeigt und digitale Kompetenzen gefördert werden. Die Gesellschaft tut, was nötig ist, um sich der gesamtgesellschaftlichen Modernisierungswelle der Digitalisierung nicht zu verschließen. Ehrgeiz zeigen diejenigen, die in dem Veränderungsprozess einen persönlichen Vorteil und Nutzen erkennen. Wenn wir als Gesellschaft eine Spitzenposition erreichen wollen, müssen wir noch mehr tun für eine nachhaltige Aufklärung, Aus – und Weiterbildung im Umgang mit digitalen Medien und dem Internet.“

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